Diakonia - Evangélikus Szemle, 1989

1989 / 2. szám - Aus dem Inhalt

DIÁKOMUL Aus dem Inhalt Lutherische Rundschau Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Gyula Nagy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H-1088 Budapest, Puskin u. 12 Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an die obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 130- Forint. Die postume Studie des Kirchenhistorikers Tibor Schulek setzt seinen in der letzten Nummer erschienenen Rückblick auf die Geschichte der vor 100 Jahren entstandenen ungarischen evan­gelisch-lutherischen Kirche in Siebenbürgen fort. Mit dem Trianoner Friedensvertrag nach dem ersten Weltkrieg kamen 30-32.000 Lutheraner ungarischer Muttersprache unter rumä­nische Hoheit. Der zweite Teil enthält die detaillierte Erforschung der ersten Jahre in dieser neuen Situation. Dem Wunsch des Autors entsprechend, wurde die Namensliste der un­garischen evangelisch-lutherischen Gemeinden in der heutigen Sozialistischen Republik Rumänien beigefügt, gruppiert nach der Kronstädter und Arader Kirchenprovinz, mit ihren ungarischen und rumänischer Ortsnamen. Die Magie ist die uralte Bestrebung des Menschen, sich über die übermenschlichen, trans­zendenten Mächte zu erheben, und der Aberglaube ist die Erklärung der Magie aus unterer Sicht. Beide, in verfeinerter Form verflochten, stehlen sich in die Welt des Kulturmenschen, ja selbst in die kirchliche Praxis ein. Dies untersucht der Theologieprofessor i. R. István Ferdi­nand in den verschiedenen Bereichen von kirchlichem Leben und Frömmigkeit. Protestantismus heute, am Ende des 20. Jahrhunderts? Nach dem D. Vatikanum und hier in Ungarn? Diese Fragen bedenkt Károly Hafenscher, Titularprofessor der Theologie. Es ist nicht leicht, in diesen Jahrzehnten die protestantische Identität zu klären. Von den vier protes­tantischen Grundprinzipien - allein die Schrift, allein durch den Galuben, allein aus Gnade, al­lein Christus - unterscheiden sich die drei ersten kaum noch vom sich erneuernden Katholizismus. Andererseits steht Christus als absolute Autorität in Raum und Zeit über aller endlicher Wirklichkeit - das ist auch heute d i e Lehre des protestantischer Übereinstimmung: Solus Christus. Die „Judenfrage” - aus zweierlei deutscher evangelischer Sicht ist das Thema, unter dem sich Pfarrer László Donáth mit Bonhoeffers Anschauung und den kirchlichen Nachkriegsver­lautbarungen befaßt. Der Lutheraner Bonhoeffer sah die ,Judenfrage” als staatlich-gesell­schaftliches und als kirchlich-theologisches Problem zugleich. Seine Flugschrift vom August 1933, Der Arierparagraph in der Kirche, warnte schon vor der Katastrophe: In dieser Zwangs­lage ist unausweichlich die Wahrheit der Kirche in Gefahr. Die deutschen evangelischen Äu­ßerungen nach 1945 schweigen über die aktive Verantwortung und stärken theologisch den Antijudaismus. Wertvollen Initiativen und bedeutenden Bemühungen folgte kein wirklich verbindliches Bekenntnis der deutschen Kirchen - so die Feststellung E. Bethges. Die Soziologin Zsuzsanna Elekes beschreibt das Drogenproblem in den letzten Jahren in Un­garn. Hinsichtlich ihrer Gefahrenträchtigkeit nehmen die Drogen den zweiten Platz unter den sozialen Problemen ein. Nach mehr als lOjährigem Schweigen wandelte sich nach 1980 die amt­liche Beurteilung erheblich, doch tatsächliche Maßnahmen wurden kaum getroffen. Die zu­ständigen Institutionen wissen nichts über die Suchtkranken, deren Behandlung zudem auf zahlreiche ungeklärte Probleme stößt. Die alarmierenden Faktenfeststellungen des Artikels machen auf die Ungelöstheit der Situation aufmerksam. Außerdem bringen wir das vollständige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Spra­che.

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