Diakonia - Evangélikus Szemle, 1988

1988 / 2. szám - Summary, Aus dem Inhalt

96 DIAKONIA Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Zum Stillwerden in der Meditation ge­dacht ist die Ansprache Walter Lüthis, eines der herausragenden Prediger un­seres Jahrhunderts, über Johannes 20,19—23. Diese vierte und letzte seiner zitierten Predigten verlangt vom Leser eine Übertragung in unsere Verhältnis­se, erklang sie doch 1940, als der Krieg auch die Schweiz gefährdete. Sie be­zeugt, daß die Grundaussage des in das jeweilige Heute gesprochenen ewigen Wortes immer frisch bleibt, und ist zu­dem ein kirchengeschichtliches Beispiel der wahren Evangelienverkündung vom Anfang der vierziger Jahre. Der 84jährige Pfarrer Tibor Schulek erinnert sich an die Anfänge der unga­rischen lutherischen Erweckung, die sich eng an die Arbeit des Christlichen Studenten-Weltbundes bzw, an die Un­garnreisen John M. Motts knüpfen. Die von ihm geförderte ungarische Studen­tenbewegung bildete einige markante reformierte Seelenführer heran und zog viele lutherische Prediger und nichtthe­ologische Zeugen in ihren Bann. Als Sekretär der Lutherischen Abteilung motivierte Tibor Schulek viele unter den lutherischen Mittelschülern im Lan­de. Sein Rückblick bezieht den weiteren Gang der geistlichen Erweckung bei kirchlichen Persönlichkeiten und Grup­pen bis zur Mitte der dreißiger Jahre mit ein. Die Zeitschrift überblickt in einer Serie das literarische Leben ungarischer Minderheiten jenseits der Grenzen. Diesmal beschreibt Universitätsprofessor und Literarhistoriker Mihály Czine die ungarische Literatur in Jugoslawien seit den zwanziger Jahren. Von der anfäng­lichen langsamen Bewußtwerdung an verfolgt er den durch Schriftsteller- und Zeitschriftennamen gekennzeichneten Weg zum bewußt selbständigen nationa­len und geistigen Leben, zur Anerken­nung des gegenseitigen Einflusses der hier lebenden Völker und zum Festhal- +en an der Heimat, den Traditionen und der Muttersprache. Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schrijtleiter: Dr. Gyula Nagy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 130,— Forint. Dem Verständnis der orthodoxen Christlichkeit versucht sich die Zeit­schrift von mehreren Seiten her zu nä­hern. Der ungarische orthodoxe Geistli­che Tibor Imrényi beschreibt Sinn und Bedeutung der Ikonenverehrung für die orthodoxe Mentalität. Mit der Ikonen­weihe kommt es zur Gnadenverbindung zwischen Bild und Urbild. Die Ortho­doxie hält den Menschen für die Ikone Gottes und Christi und die Kirche für die Ikone der Dreifaltigkeit. — In der Übersetzung Richard Korzenszkys, des Direktors des Benediktinergymnasiums von Pannonhalma, bringen wir das Schlußwort des Büchleins von N. W. Gogol Meditationen über die göttliche Liturgie von 1857. — Der Szegeder Uni­versitätslehrer Waleri Lepachin stellt N. A. Berdjajews Lehre von der drei­fachen Freiheit dar und führt damit zugleich den folgenden Artikel ein, das Kapitel über die Freiheit aus Berdja­jews Buch Dostojewskis Weltanschau­ung. Mária Szalay, als Klinikpsychologin mit Schwergeschädigten Beschäftigt, schreibt über die mitmenschliche Hilfe der Umgebung bei der inneren Bewäl­tigung der unüberwindbaren Behinde­rung der eigenen Lebensführung. Sie hält die Erfahrung der Liebe für fähig, die innere Einsamkeit zu lösen und den Wert der menschlichen Existenz zu ent­decken. Menschliche Kontakte helfen dem Geschädigten oder unheilbar Kran­ken, eine Krise zu überwinden und sein Leben planvoll weiterzuführen. Der Redakteur der Zeitschrift Imre Veöreös beginnt seine dreiteilige Reihe über den Farbenreichtum des Neuen Testaments damit, in den verschiedenen Schriften des Neuen Testaments das Zeugnis des Urchristentums und in die­ses eingebettet die Hauptzüge der Ver­kündigung Jesu aufzuzeigen. Außerdem bringen wir das vollstän­dige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

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