Diakonia - Evangélikus Szemle, 1984
1984 / 2. szám - Aus dem Inhalt
DIAKONIA Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Wie zu Beginn der vorangegangenen Ausgaben befinden sich auch in dieser Nummer längere Ausschnitte aus Martin Luthers Schriften — die berühmte Passage über oratio, medita- tio und tentatio (Gebet, Erhebung, Versuchung) —, mit einem erklärenden und aktualisierenden Begleittext des Redakteurs Imre Veöreös. Gleichzeitig mit Redaktionsschäuß wurde die Budapester Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes eröffnet. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen von den früheren lutherischen Vollversammlungen beschreibt Pfarrer Károly Hafenscher jene Wirkungsweisen, mittels derer diese wichtige Begegnung der Lutheraner zu einer Quelle des Segens werden kann. Mit dem Ersten Sekretär der Patriotischen Volksfront, Imre Pozsgay, sprach Pfarrer Pál Rédey darüber, welche Rolle diese Bewegung, die Menschen unterschiedlicher Weltanschauung zu gemeinsamen Handeln zusammenschließt, in unserer Gesellschaft spielt. Besonders betont wurde die Institution der Familie, die zu stärken gemeinsame Aufgabe von Staat, gesellschaftlichen Organisationen, also auch der 'Kirchen ist. Der bekannte Literaturhistoriker Mihály Czine gedenkt des vor 10 Jahren verstorbenen Schriftstellers Rezső Szalatnai, eines gläubigen Lutheraners, der in Bratislava das Los der ungarischen Minderheit teilte und nach dam Krieg in Ungarn die engverbundene Doppelwahrlhei't von tiefer Heimatliebe und Völkerverständigung in Wort und Tat lebte. Der Theologieprofessor Sándor Cserháti beschreibt das Wesen der diatonischen Theologie in einem vor der Budapester Vollversammlung für die Ausgabe vom 7. Juni der Lutherischen Weltinformation geschriebenen Beitrag im Rahmen einer Serie zur Vorstellung der gastgebenden Kirche. Der Artikel beschäftigt sich mit der Herausbildung und Grundlegung dieHerausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Zoltán Käldy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 110,— Forint. ser theologischen Richtung, die durch Bischof Zoltán Káldy geprägt wurde. In diesem Jahr gedenken wir des 100. Todestages des großen ungarischen lutherischen Reformators Péter Bornemisza. Der Kirchengeschichtler Tibor Schulek, mit dessen Namen sich ein in der ständig wachsenden Bor- nemisza-Literatur noch immer grundlegendes großangelegtes Werk von 1939 verbindet, spricht über zwei bischer unböhandelt gebliebene Umstände: Der eine ist hymnologischen Charakters, der andere die Darstellung der glaubens- und seelenstarken Persönlichkeit seiner vierten Ehefrau. Aus Anlaß des 40. Jahrestages der Verschleppung der ungarischen Juden werden zwei Erinnerungen und einige Dokumente über die tapfere, zur Rettung der Verfolgten bekundete Haltung zweier Budapester Gemeindepfarrer, in erster -Linie von András Keken, mitgeteilt. Der Kulturattache der finnischen Botschaft in Budapest, Frau Ulla Hauhia, blickt zurück auf die Lebensbahn des nun 75jährigen Dichters Géza Képes, wobei sie einen charakteristischen Zug seines Lebens hervorhebt: die finnische Inspiration. In der Reihe „Theologen unserer Zeit” stellt Imre Veöreös den namhaften Erlanger Theologen Paul Althaus als in doppelter Hinsicht schöpferischen Vermittler vor. Die kritische Einbeziehung der Lehre Luthers in das theologische Denken unseres Jahrhunderts war seine eine große Vermittlung, die andere geschah sein Laben lang zwischen konservativer und „moderner” Theologie. Einige Auszüge aus Althaus’ Werken zu den Themenkreisen Sündenfall, unbefleckte Empfängnis, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, Apostel Paulus und Luther über den Menschen sowie ein Teil aus einer Weihnachtspredigt ergänzen den Artikel. Außerdem bringen wir das vollständige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.