Diakonia - Evangélikus Szemle, 1982
1982 / 1. szám - Aus dem Inhalt
Diakonia Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Gyula Nagy, Professor der systematischen Theologie und Dekan der Lutherischen Theologischen Akademie in Budapest, informiert in seinem Artikel „Wo stehen wir im christlich—marxistischen Dialog heute?” über die neuesten Entwicklungen dieses Dialogs in Ungarn. Er untersucht dabei die tieferen Wurzeln dieses Prozesses in der ungarischen Gesellschaft, seine unterschiedlichen Formen sowie praktischtheoretischen Themenkreise, die zur Zeit im Vordergrund stehen. Er schließt mit der Feststellung, in unserer tödlich gefährdeten Welt bedeute dieser Dialog wie auch eine gemeinsame ethische Verantwortung und ein gemeinsames Handeln für große Ziele zwischen Christen und Marxisten eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere menschliche Zukunft. Mit dem Historiker, Theologieprofessor und Dekan der Reformierten Theologischen Akademie in Debrecen, László Makkal, unterhielt sich Pfarrer Imre Veöreös, der Redakteur der Zeitschrift, über die Beziehungen zwischen Reformierten und Lutheranern. Sie kamen zu dem Schluß, daß trotz guter Einzelbindungen und dem prinzipiell gleichen Weg im Verhältnis der beiden Bruderkirchen nicht so sehr das Identische der gemeinsamen Erbschaft im Vordergrund steht, sondern das jeweils Eigene. Die Interviewpartner sind bemüht herauszufinden, wie die trennenden Hindernisse in der Erfassung und Bewertung der historischen Rolle weggeräumt werden können. Die Bewahrung des Wissens um die eigene Identität muß mit der Pflege der gemeinsamen Traditionen ins Gleichgewicht gebracht werden. Ebenso wichtig ist die Wertschätzung der anderen Kirche und das gegenseitige voneinander Lernen. Professor Makkai überblickt die weltweite Reformierte Kirche und spricht dabei über die Rolle der Reformierten Kirche Ungarns sowie über die heutige Rolle des Protestantismus. Mit der Studie von Pfarrer Zoltán Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Zoltán Káldy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H-1088 Budapest, Puskin u. 12 Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 110,— Forint. Dóka gibt die Zeitschrift eine Probe von der erregenden und spannenden Arbeit heutiger theologischer Forschung. Der Autor gibt Einblick in seine Arbeit an einem Kommentar zur Apostelgeschichte. Die Studie geht aus von dem letzten Wort dieser Schrift „ungehindert” und belegt, daß es in Lukas’ Sicht der Heilsgeschichte sich als Einleitung des Buches eignet. Dabei führt er den Leser in einige kritische Fragen der Acta-Forschung ein. Der Soziologe Miklós Tomka, Vizepräsident der Sektion Religionssoziologie des Internationalen Soziologenverbandes, skizziert das Wesen, den wissenschaftssystematischen Standort sowie die Funktion der Religionssoziologie. Damit erscheint in Ungarn das erstemal eine Einführung in dieses Fach. Funktion und Relevanz der Religionsforschung werden in dreifacher Hinsicht erörtert: ihr Beitrag zur Selbsterkenntnis religiöser Gruppen und Institutionen, ihre Rolle in der Urteilsfindung in kritischer Distanz zum Bestehenden und ihre Leistung durch die Bereitstellung von Sozialtechnologie. Die Nüchternheit der Daten und der soziologischen Erkenntnisse bietet auch für jeden Dialog zwischen Christen und Marxisten eine solide und gegenwartsbezogene Grundlage. Die Studie des Biologen-Mitarbeiters unserer Zeitschrift beschäftigt sich mit der Wundheilung und einer möglichen Regeneration entfernter Körperteile. Mit anschaulichen Beispielen belegt er die besondere Fähigkeit der Lebewesen, kleinere bis größere Verletzungen innerhalb gewisser Grenzen selbst zu heilen. Der Autor unternimmt es, Wundheilung bzw. Regeneration mit den molekular-biologischen Prozessen in Zusammenhang zu bringen und die erneuernde Tätigkeit der die normale Entwicklung regelnden Gene zu erklären. Außerdem bringen wir das vollständige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.