Diakonia - Evangélikus Szemle, 1982

1982 / 2. szám - Aus dem Inhalt

MAKONIA Lutherische Rundschau .Aus dem Inhalt Das frühere Soproner lutherische Ly­zeum feiert im Herbst sein 425 jähriges Bestehen. Aus Anlaß dieses Festes be­leuchtet der Professor für Kirchenge- .schichte, Tibor Fabiny, einen Abschnitt der Geschichte der Schule, unter dem Thema: „Die Schüler des Soproner Ly­zeums in der Reformzeit.” Mit dem Akademiker József Bog­nár, Direktor des Institutes für Welt­wirtschaft der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, unterhielt sich der .Schriftleiter über heutige Probleme der Weltwirtschaft. Professor Bognár spricht über Zeitwende in der Welt­wirtschaft, weil der Wirtschaftsent­wicklungstyp, der sich im Zeitalter der Industrierevolution herausgestaltet hat­te, nicht mehr haltbar ist. Man braucht neue Modelle für Wirtschaftswachstum. Die Weltwirtschaftskrise von heute wurde von der Krise des internationa­len Wirtschaftsbeziehungensystems und von deren Auswirkung auf die inneren nationalökonomischen Funktionssyste­me heraufbeschwört. Der Zusammen­hang zwischen dem Epochenwechsel und den Erscheinungen der Krise ist sehr eng. Die Tendenzen der Entwick­lungsländer auf die Herausgestaltung einer neuen Weltwirtschaftsordnung sind seit der Vertiefung der ökonomi­schen Krise erschwert worden, anderer­seits können die globalen Probleme der Zeit die Ausgestaltung einer neuen weltwirtschaftlichen Ordnung stufen­weise fördern. Das läßt sich auf fried- same Weise — ohne größere Kriege — nur so zustande bringen, wenn Ein­sicht und Kompromissenbereitschaft reif werden. Die moderne Wirtschaft ist an Kriegen, Militarisierung der Ökonomie oder Rüstungswettlauf kei­nesfalls interessiert. Am Ende zählt Prof. Bognár die Faktoren auf, die in späteren Jahren vom kooperations- hämmenden-beeinträchtigenden Klima schrittweise zu kooperationsfördernden “Verhältnissen verhelfen können. Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Zoltán Káldy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H-1088 Budapest, Puskin u. 12 Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 110,— Forint. Hans Wildberger, der — in der Rei­he „Theologen unserer Zeit” — einen ausgezeichneten Einblick ins Lebens- werk Emil Brunners gibt, ist emeri­tierter Professor für Altes Testament und Allgemeine Religionsgeschichte in Zürich. Er war Schüler und wurde später Kollege Brunners und hat als solcher dessen Lebensarbeit aus näch­ster Nähe mit innerer Anteilnahme verfolgt. Emil Brunner gehört zu den Vätern der Dialektischen Theologie. Er war zunächst ein enger Weggefährte Karl Barths, ist dann aber mit der Betonung der Notwendigkeit einer — kritischen — Anknüpfung an die na­türliche Offenbarung seine eigenen Wege gegangen. Wichtig war ihm dar­um das rechte Verständnis der Gotte­benbildlichkeit des Menschen, dann aber auch die Auseinandersetzung mit der Philosophie und den Religionen. Der Kirche als Institution stellt er die Kirche als Gemeinschaft der Glauben­den gegenüber. Er versucht, die fal­sche Alternative von Objektivismus und Subjektivismus mit der Erkennt­nis zu überwinden, daß christliche Wahrheit nur in der Begegnung er­fahrbar ist. Der Internist Professor Imre Ma­gyar beschreibt in einem pesönlich ge­färbten Aufsatz — als selbst altern­der Mensch —, wie der Einzelne das Altwerden wünschenswert gestalten kann, als Aufstieg und Zusammenfas­sung. Er weist neben den Zeichen des Niedergangs auf die Stärken des ho­hen Alters hin und teilt sich mit dem Leser in die Ratschläge für eine Vor­bereitung auf ein ausgeglichenes, er­fülltes Alter. Er betont, es wäre gut, wenn die Ehrfurcht vor dem Alter wiederkehrte, und wenn der alte Mensch auch selbst seinen Eigenwert spürte und sich nicht der fehlgeleiteten Volksmeinung unterwürfe. Außerdem bringen wir das voll­ständige Inhaltsverzeichnis in engli­scher und deutscher Sprache.

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