Diakonia - Evangélikus Szemle, 1980

1980 / 2. szám - Aus dem Inhalt

96 Diakonia Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Der Literaturhistoriker Mihály Czine würdigt den si ebenb ürgischen lutheri­schen Dichter Sándor Reményik (1890— 1941), in dem man den vollkommens­ten dichterischen Vertreter des Trans­silvanismus sah, an dessen Namen man fast alles Edle und Schöne knüpfte, was die ungarische Lyrik in Rumänien zwischen den beiden Weltkriegen ge­schaffen hat. Wir drucken in erweiterter Form das am 13. März 1980 in der Genfer Zentrale des Lutherischen Weltbundes gehaltene Referat „Der Dienst der Brücken” von Bischof Zoltán Káldy ab. In einer Zeit wachsender internationa­ler Spannungen müssen die Kirchen und kirchlichen Weltverbände beson­ders als Brücke zwischen Ost und West dienen. Der Kirchengeschichtler Jenő Sólyom (fl976) entdeckte ein lateinisches Ge­dicht auf Melanchthons Tod von György Albani Csirke. In seinem Auf­trag skizziert nun die Literaturhistori­kerin Agnes Ritoók-Szalay die Biog­raphie dieses ungarischen Melanch- thon-Schülers, der nach seinen Wiener und Wittenberger Studienjahren als Diplomat tätig war und kurze Zeit später in Konstantinopel starb. Er war einer der weltlichen Gebildeten, die auf der Wittenberger Universität das Rüstzeug für ihre Laufbahn erhielten. Der Biologe Kristóf Halász unter­sucht in dem Beitrag „Göttliches Schachspiel” über die biologischen Ver­erbungsprozesse, ob die dem Einzelnen angeborenen Eigenschaften vom blin­den Schicksal abhängen. Im Sinne des Gottesglaubens sind alle guten und schlechten Eigenschaften unsere ge- setzmässige Erbschaft, mit der wir eigenverantwortlich leben. Endre Bálint ist einer der originell­sten und wirkungsreichsten Maler der älteren Generation. Sein Malstil ist in eine zu bedeutender Tradition vere­delte Richtung der ungarischen Male­rei eingebettet, in den abstrakten, sur­realistischen Zweig der Szentendre­Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Zoltán Káldy Schriftleiter: Imre Veöreös Schrifleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 100,— Forint Schule. Er schuf ihn in Paris 1957— 1962; eine nostalgische, lyrische Stim­mung suggerierende, visionäre Kunst. Judit Szabadi, Kunsthistorikerin, zeich­net in ihrer Studie den Bogen der ge­samten Laufbahn Bálints nach, analy­siert aber in erster Linie die Pariser Arbeiten tiefgründig.. (Sie beschäftigte sich schon in mehreren selbstständigen Büchern mit Endre Bálint.) Von persönlichen Erinnerungen aus­gehend, versucht H. D. Altendorf, Pro­fessor für Kirchengeschichte in Zü­rich, die nicht ganz einfache Gestalt Paul Tillichs zu vergegenwärtigen. Tillich erscheint als Theologe der „Grenze”. Im deutschen und angel­sächsischen Sprachraum wirkend, be­mühte sich Tillich als lutherischer Theologe, die dogmatische Überliefe­rung neu auszusagen, um sie lebendig und den heutigen Menschen angehend zu interpretieren. Die Methode der „Korrelation” wird als Tillichs Eigen­art herausgestellt. Professor Altendorfs Beitrag folgt eine Predigt Tillichs, die er Mitte der vierziger Jahre vor seinen Studenten in New York gehalten hat. Für die 1979 eröffnete Ausstellung des Museums der Lutherischen Kirche in Ungarn wurden prächtige gotische Kelche aus vorreformatorischer Zeit von den lutherischen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Die Archäologin Judit H. Kolba beschreibt sie uns. Die Namen unter den Bildern bezeichnen ungarische Dörfer. Der Literaturhistoriker Lajos Szopori Nagy informiert über die sog. Rdkon- sitruiktiorastheorie Bertalan Korom pays, wonach Lönnrot mit der Neuen Kale­vala ein früheres naives Epos neu schaffen woUite. Diese schon: in jungen Jahren, 1935, formulierte Theorie ent­wickelte er dann im Laufe jahrzehnte­langer wissenschaftlicher Debatten weiter. Auch V. Kaukonen würdigte jüngst seinen Standpunkt positiv. Ausserdem bringen wir das vollstän­dige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

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