Társadalomtudomány, 1927 (7. évfolyam, 1-8. szám)

1927 / 6-8. szám - VISSZHANGOK

526 langung eines grösseren Teils der gesellschaítlichen Gesamtdividenda. Die stabilén Geschichtsperioden beweisen, dass der Lohn (oder Hono­rar) durchschnittlich minimai ist, die Arbeitsquanta dagegen immer maximai sind. Daher zielen die auf „Gerechtigkeit" sich berufenden Lohnforderungen immer auf eine exzeptionelle gesellschaftliche Stellung ab. 7. Die gesellschaítlichen Arbeitsarten und die sozialen Klassen. Die sozialen Klassen werden im Marxismus zu einem Gegenstande der Wert­schátzung (sozialphilosophischer Standpunkt); die Schátzung der sozia­len Rangklassen ist eine umgekehrte: die körperlich-mechanische Arbeit verrichtenden werden überschátzt, die rein geistige Arbeit aber unter­schátzt. Es folgt eine kurze Theorie der Arbeitsarten; die höchste Arbeits­art ist die rein inventionelle, welche einen unrythmischen Charakter hat (daher ,,faule" Inkubationsperiode der schöpferischen Gedanken mög­lich). Die administrative, oder organisierende Arbeit ist schon eine ryíhmische, ,,durchschnittlich-ordnende" Arbeit. (Zwischenstufe eine ,,höhere-ordnende" d. h. „projektierend-schaffende" Arbeit). Streng rythmisch und gesellschaftlich kontrollierbar ist nur die „mechanisch­ausíührende" Arbeit — in ihrer gesellschaítlichen Bedeutung zum Nach­teil der höheren Arbeitsarten von den Marxisten ungemein überschátzt. 8. Die Wertschatzung der höheren Arbeitsarten. Die Hierarchie der ge­sellschaítlichen Arbeitsarten bestimmt die Hierarchie der Klassen. Es íolgt eine dogmengeschichtliche Übersicht über die Einschátzungen der höheren Arbeit bei den Sozialisten und Ökonomen des 18. und 19. Jahr­hunderts. Die ökonomisch-materialistische Arbeitsauffassung (Ad. Smith) wirkt schádigend auf die Auffassung der sozialistisch gesinnten Massen bezüglich der Rangordnung der sozialen Klassen. In dieser Hin­sicht ist der Marxismus nur ein Propagator der liberal-ökonomischen Lehren, wirkt manchmal (s. Sowjet-Russland) vernichtend auf die Stel­lung der oberen Klassen. Die „improduktiven" Klassen sind in den ökonomischen Theorien falsch aufgefasst: die geistigen Arbeitsproduk­ten dieser Klassen können nicht als inakkumulierbar (nach Ad. Smith) aufgefasst werden, im Gegenteil sind die geistigen Objektivationen die máchtigsten Kapitalsbildungen der geschichtlichen Welt. Jchann Herbert: Sozíographie eíner Bauernstadt des ungaríschen Tieílandes. (Zur Monographie der Stadt Jászárokszállás.) Einen bedeutenden Teil des tieflándischen Ungartums bildet das Jász-Volk, welches seine Freiheiten bis auf das Zeitalter der Árpádéi: zurückführen kann. Das Vasallentum blieb ihnen unbekannt, alle waren freie Krieger, Viehzüchter und Ackerbauer. Die Stadt Jászárok­szállás hat ihre Gemeinfálder im Jahre 1752 aufgeteilt und auch das spáter angesiedelte Volk hat jeweils aus dem gemeinsam erworbenea Ödland einen Bodenanteil erhalten. Die Grundbesitzerteilung ist daher sehr günstig. Das Hauptstreben der Bevölkerung zieht auf Boden­erwerb ab und sogar in den weiteren Umgebung gehen alte Adels­güter in ihre Hánde über, Das Volk ist selbstbewusst und konservatív, aber ihr sozialer Sinn blieb unentwickelt. Das Misstrauen des Volkes

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