VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)
Strana - 287
287 weilen er nach Peterwardein abzugehen hat, wo möglich mit jeman den von jenseits sich besprechen und allenfalls von gegenwärtigem Lage der Dinge und Beschaffenheit der Gemüther etwas erfahren zu können. Der Stephan Jeftich und noch ein anderer eben von K. G. P. angekommener Schreiber desselben kamen zu ihm herüber und was selbe mit A. sprachen, wird er mündlich Euer etc. vorzubringen die Gnade haben. , Inzwischen hat alles Bezug auf das Misstrauen, welches durch die falsche Nachricht wegen einem von unserer Seite veranstalteten Überfall erzeiget worden und von welchem sie sich auch gegenwärtig noch nicht ganz befreyen können. Der Dollmetsch Deodato war heute wegen einigen Schuldforde rungen in Belgrad und brachte die Nachricht mit zurück, dass er nicht, wie vorhin, immer zu den Senat eintretten konnte; er musste vor dem Zimmer warten, wo sodann Mladen zu ihm kam und ihn in einem ganz besonderen Ton ansprach, dass er Dollmetsch in Hinkunft nur dorthin kommen und allenfalls zu dem Herrn Consul von Rodo finikin gehen, keinesweges aber in der Stadt allenthalben herum gehen därfe. Ferners saget der Dollmetsch, dass einige jenseits sich befind liche k. k. Unterthanen ihm mit vieler Besorglichkeit sagten: Was wird noch alles aus denen Vorbereitungen geschehen? Die vorige Nacht sind wieder Quantität Menschen bewafnet, in die Obere und untere Festung gekommen. Hinter dem Berg Topcsi vermehren sich auch täglich die Truppen; diess, glauben sie, könne unmöglich blos eine Vorsicht seyn und die Servianer scheinen etwas anderes im Sinne führen, umso mehr, da sie mit allen k. k. Unterthanen über haupt eine stolze, verrächtliche, ja sogar drohende Sprache führen. Perss. У прилогу овог извештаја ce налази: Anzeige des A. über das Wahrgenommene. Als der Secretaire Steffan Jeftich mit 2 Schreibern zu A. gekommen waren, habe lezterer ihnen den Vorwurf über ihr die Nazion verderbendes Verfahren gemacht und gefragt, warum sie von dem Verabredeten so sehr abgiengen, da sie doch selbst um den diesseitigen Schutz gebeten und die Übergabe der Festungen als Unterpfand angeboten haben. Jeftich äusserte hierauf, dass zur Zeit ihrer diessfälligen Unterredung andere zu ihnen gekommen seyen, welche sie unterrichteten, dass 80.000 Mann in Ruma und eine Brücke in Bereitschaft sey, um sie zu überfallen und mit ihnen willkührig zu verfahren, vielleicht