VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)
Strana - 202
202 XIX. Петроварадин, 17. јануара 1808. Бароп Симбшен саопштава надвојводи Лудвигу повости из Србије. Ein Vertrauter, den ich unter dem Vorwand von Handlungs Angelegenheiten von hier über Bellgrad durch Servien nach Sarajevo abgeschiket, machet mir zu wissen: Der zu Bellgrad als Polizey Aufseher angestellte russische Hauptmann Bey Novokerszte ver sichert, dass die Franzosen vereinigt mit Russen und Serviern die Türken vorerst aus Bosnien zu vertreiben beschlossen. Um dieses zu bewürken, wären bereits mit denen in Bosnien befindlichen alt gläubigen Kristen das erforderliche Einvernehmen gepflogen wor den, auch habe Kara Georgia Petrovics den Ivan Kossancsics Sza marcsics, welcher katholisch und von Jaicza in Bosnien gebürtig, zum Buljuk Bassa befördert mit dem Versprechen, ihn zum Coman danten dieser alten bosnischen Hauptstadt und des Bezirks, so jezt türkisch Croatien genannt wird und zwischen dem Verbasz und Unna gelegen, zu machen, wenn er die in Bosnien und türkisch Croatien befindliche katholische Kristen zur Ergreifung der Waffen und zum allgemeinen Besten bewogen würde. Der französische General Marmont und der Gouverneur Dan dolo von Dalmazien haben versprochen, Waffen, und Munition nach Bosnien zu liefern, die Correspondenz zwischen diesen beyden und dem Kara Georgia Petrovics werden durch den als Pfarrer zu Pro mina angestellten Franziskaner Mikula Vuicsics unterhalten, jene aber von dem französischen General Lauriston, einem gewissen Voi novics aus Cattaro und dem Metropoliten aus Montenegro wurden Лигсћ die Bielopavliczer an den Handelsmann Budimlics nach Sa rajevo und von da an den General Consul Rodofinikin nach Bellgrad befördert. Während des Vertrauten Aufenthalt zu Bellgrad wären aus dem Szyrmien und bacser Comitat mehrere Briefe von denen Provincial Unterthanen angekommen, worin sie über Bedrückungen und vorzüglich darüber klagen, dass sie von der provincial Hof Comission auf ihre Beschwerden noch keinen Bescheid erhalten hätten, worüber sich aber sowohl der servische Synod als auch Ro dofinikin geäussert, vom russischen Kaiser den strengsten Befehl zu haben, sich gegen die benachbarte oesterreichische Provincen ruhig zu verhalten, nur sehr sich er General Consul bemüssigt, bey seinem Hofe die Beschwerden anzubringen, dass von oesterreichischer Seite kein Salz nach Servien gelassen werde, da doch die Servier im ver flossenen Jahr, da in Szemlin und Pancsova allgemein Mangel ware, selbst mit Salz aus der Wallachey die Aushülfe freundnachbarlich geleistet hätten.