VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)

Strana - 140

140 setzt werden ins Bosnien einzurücken und endlich saget ihr, dass der Czerni George die türkische Provinzen erobert, gehet und besieget ihn. Nach diesem in Zorn geführten Gespreche, jagte, sie alle hi­naus. Diese Aghen und Spahien verfassten darauf eine Klagschrift wider den Passa, unterfertigten und besigelten solche, schickten einen Expressen Agha nach Sarajevo, damit die dort befindliche Obrigkeiten solche auch unterschreiben und sonach einen aus ihrer Mitte gerade zum Grossherren nach Constantinopel bestimmt haben. Die klagführenden Aghen und Spahien sagten, dass ihre bis nun zu abgeschickten Schriften nach Constatinopl aus der Ursach dem Grossherrn nicht zugekommen sind, weil die Freunde von dem Gouverneur Passa zu Constantinopl immer solche unterschlagen haben, mithin diese jetzige Klagschrift durch einen Expressen Agha aus ihrer Mitte directe nach Constantinopl schicken. Weiters hat der Gouverneur Passa denen zu ihm mit Prote­stationen gekommene Aghen und Spahien vorgehalten, dass sie die Urhebers waren, dass die vorhin als Freunde nach Travnik ange­kommene franzözische Troupp wieder hat weckgehen müssen, sie lehnten aber diese Beschuldigung von sich ab, warfen auf den Stellvertretter des Gouverneur Passa, weshalben er diesen Stellver­tretter (Chehaja) nicht nur seines Amtes entsetzte, sondern auch des Landes verwies, auch wählte sich einen anderen Chehaja gleich darauf. Der Medicus des Gouverneur Passa ist aus Dalmazien zurückgekommen, gedencket -auch wider mit Aufträgen dahin zu gehen. Dieser Medicus sagt öfentlich, dass in ganz Bosnien keine Stadt und kein fester Platz existire, wo nicht ein Freund und Ver­trauter der Österreicher wäre. Den 14. dieses sind von Constantinopl 6 Tatars (Currire) und mit ihnen ein Franzose hier eingetroffen, haben Fermanns über­bracht, diese aber sind noch nicht publiciret worden, man sagt jedoch, dass diese Fermanne die französische Truppen Ankunft contremon­diren und dass der türkische Hof obwohl mit Franzosen guter Freund ist, von ihnen doch einen Hilfstruppen benöthige. Der Gouverneur Passa hat einen Fermann bekommen in persona nach Constatinopl zu gehen. Abgegangen ist er noch nicht; diese Cittirung des Gouver­neur Passa ist den französischen hiesigen Consul und übrigen Fran­zosen nicht lieb. Der Passa hat auch den Befehl ergehen lassen, dass er bis auf weitere Befehle nicht ausmarschiren wird, daher auch alle übrigen Truppen in ihren Behausungen ruhig bleiben sollen. Damit der Passa kraft seines ersten Befehls den Marsch zu die Trupp an der Drina über Jaicza und Banjaluka nicht nehme, haben demselben diese 2 Capitaneate 50 Kesse (Beutel Geld) bezahlt. Von

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