VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)

Strana - 135

185 folgenden Tag um Vergebung wegen den Missverstand, weil sie allerdings den Befehl gegeben hätten, keine Fremde, das ist Kauf­leute, benannten Tag in die Festung kommen zu lassen, wie aber wäre ihnen beigefallen, einen k. k. Abgeordneten abzuweisen. Der Pascha sowohl als die servischen Vorsteher bathen dringend be­nannten Herrn orientalischen Dollmetsch hinüberkommen zu lassen und da selber den 11. dicti mit Briefschaften hinüber geschikt wurde, ist selber auch von beiden Partheien mit aller Freundschaft und der Bitte, ihnen des Irrthums wegen zu verzeihen, aufgenommen und ebenso unbegleitet, wohin er wollte, gehen gellassen werden. Von dieser Zeit her ergab sich nie wieder der Fall. Als aber der 4. Juny eines Türkens Delli Achmet Weib und Schwester wür­klich durch den Rotta herüber gebracht wurden, Rotta mich versi­cherte, diese Weiber auf der Kriegs Insel gefunden und nur weil sie bis auf den halben Leib den Fahrzeug nachwadeten und um Gottes Barmherzigkeit willen bathen, in sein Fahrzeug aufgenommen und herübergebracht zu haben, die Servianer aber ebenfalls betheu­erten, dass diese Weiber nur blos auf Veranlassung des Rotta he­rüber entkamen, ja selbst von den jenseitigen Ufer durch ihn ent­fremdet worden sind, Hesse mich Mladen durch seinen Geheim­schreiber Delli George ersuchen, diesen Rotta nicht wieder nach Bellgrad zu schiken, weilen dieser Rotta durch seine unüberlegte Schwäzerey unnöthiges, auffalend lang wehrendes Herumlauffen in denen Vorstädten und vorzüglich durch den lezten Raub derer 2 türkischen Weiber sich bei seinen Leuten so verhast gemacht habe, dass er nicht gut dafür stehen könnte, dass er Rotta übel behandelt wurde. Bei all treftigen Gegenvorstellungen des Militär Commando an den Commandanten Mladen äusserte Rotta selbst nicht bloss den Wunsch, sondern selbst den Willen, nicht mehr hinüberzugehen und das Militär Commando erhielt von einem hohen General Commando auf den dieserwegen erstatteten Bericht vom 1. Juny die Weisung de dato Peterwardein, den 6. Juny currents anni No. 690 pr. den Rotta nicht blos seinen unbescheidenen Wunsch 'sondern auch dessen Subordinations widriges Wollen auf das schärfeste zu verweisen, auch selben auf die seinem Beruf und Caracteur unumgänglich not­wendige Bescheidenheit zurükzuweisen. Inzwischen war die Ab­neigung jenseits gegen diesen Rotta und dieses gegen die abermalige Hinübergehung zu sichtbar und ich fand mich benötiget zum be­sten des Dienstes zu befehlen, dass der zweyte Dollmetsch Deodato sich exponire und statt des Rotta am 9. Juny die exponirte Dienste verrichte. Dieser leztere aber seine Kontumaz-Reinigung antrette und von ferneren Übersendungen dispensirt bleibe. Deodato hatte auch von dieser Zeit her keinen Anstand und konnte zu jederzeit, so wie vorhin, unbegleitet nicht blos zum Commandanten sondern

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