VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
Strana - Sveska 3. i 4. - 296
296 des albanischenNordens von den albanischen Alpen bis an den Fluss Mat blieb von den byzantinischepirotischen und westlichfeudalen Ein flüssen unberührt. Der Adel, der hier erst im 14. Jahrhundert auftaucht und im 15. Jahrhundert mit demjenigen des Südens verschmutzt, ist von diesem in bezug auf den Ursprung grundverschieden. In der Ausführung seiner weitreichenden Pläne, die gleich den jenigen der Bulgaren und Nikäer in der Eroberung Konstantinopels gipfelten, wurde Theodor durch eine Katastrophe verhindert. Er wurde von Asen IL, einem seiner beiden Rivalen, bei dem Dorfe Klokotnica auf der Strasse von Philippopel nach Adrianopel vollständig geschlagen und selbst gefangen (1230). Der ganze Westen von Adrianopel über Ochrid bis Dyrrhachium, wo sich die Epiroten behaupteten, wurde wieder von den Bulgaren besetzt. Bis nach Dioklien über Arbanum 138 streiften die Bulgaren, deren enormer Aufschwung auch daraus sichtbar ist, dass die für Machtverschiebungen einen besonderen Sinn besitzen den Ragusaner von dem „Kaiser der Bulgaren und Griechen" sich sofort die Handeisfreiheit in den neubesetzten Ländern, woruner Alba nien (zemlja arbanaska) besonders hervorgehoben wird, bestätigen Hessen. Durch den Fall seines Schwiegervaters verlor jeden Halt auch Radoslav von Dioklien, der damas (1228—1234) als alleiniger König über ganz Serbien herrschte, als Sohn und Gatte griechischer Kaiser töchter kirchlich und politisch vollkommen unter epirotischem Einfluss stand und sich selbst Στέφανος ρή£ δ Δούκας unterschrieb. 139 Er wurde von der Partei seines jüngeren Bruders Stephan Vladislav, der wieder von seinem bulgarischen Schwiegervater abhängig war, gestürzt und vortrieben. Ueber Ragusa, welches ihn auf das freundlichste empfieng, floh (1234) „Kyr Stephanus Dukas" und seine Gemahlin „Königin (ρήγαινα) Anna Dukainä" nach Durazzo, wo sie vom „Kaiser" Manuel Dukas erwartet wurden. 140 Hier aber verliess Anna ihren Gemahl einem „grossen Franken" zulieb. 141 Die beiden Gatten beschlossen in Klöstern ihr bewegtes Leben. 142 Als Fortsetzer der epirotischen Politik und als Nachfolger der Bulgaren in Albanien erscheint seit 1237 der Despot Michael 11. Angelos, 138 AAlb 1, 163; Akropolites cap. 25f. Vgl. Hahn, Alb. Studien 1, 336 N. 108. 139 Jireček, G. der Serben 1. 303f. 110 Miklosich, M. Serbica 19f. MiklosichMüller, Acta 3, 66 Smičiklas, Cod. dpi. 3. 395 u. 404. 141 Theodosius bei Pavlović, Einheimische Quellen zur serb. Geschichte (Belgrad 1877) 134. • H2 König Stephan Radoslav als Mönch Johannes und die Nonne Anna'in einem serb. Pomenik (Glasnik srp. 42, 30; Daniel 5; Jireček, G, der Serben 1, 305 N. 2).