VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
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285 Niš und Spalato 65 ausgefochten ; daneben wurden gegen die Serben des Ostens periodische Feldzüge unternommen, die ihre Ausgangspunkte bei Valona, Pelagonien (Bitolje), Serdica und Niš, ihre Schlachtfelder bei Ras und westlich bis zur Tara hatten 66 Im J. 1165 war die Arbeit in Grossen und Ganzen vollendet; die „römischen Legionen" drangen über Serbien (Raša), Dioklien nach Dalmatien ein. Nicht nur die Küsten städte Spalato und Trau, sondern auch Almissa, Šibenik, Ostrovica, Skardona (Skradin) wurden besetzt; auch der mächtigste kroatische Stamm der Kačići huldigte dem Imperator. 67 Das Thema Dyrrhachion wurde aber nicht im alten Umfange erneuert. Die eroberten Länder wurden in zwei Provinzen geteilt: Dioklien mit seinen romanischen Städten Antibari, Ulcin, Skodra, Svač, Serda (Sappa) einst zum Thema Dyrrhachion gehörend, und Süddalmatien beiläufig bis zum Flusse Neretva wurden einem „dux Dalmatie et Dioclie" 6s unterstellt. Zur Hauptstadt dieser Provinz wurde, wie es scheint, Kattaro auserkoren; Ragusa kam erst 1171 unter Byzanz; 69 die letzten dioklitischen Fürsten wurden auf das offene Land beschränkt. Das Gebiet von Zrmanja im Norden bis vielleicht zu der Drina im Osten wurde aus Spalato von einem „dux Dalmatie et Croatie" 70 beherrscht (1171—1180); Zara ver blieb den Venezianern. 71 So bestanden für eine kurze Zeit entlang der adriatischen Küste, den einstigen zwei Themen Dyrrhachion und Dalmatien entsprechend, drei byzantinische Dukate: ein albanisch griechisches um Durazzo, ein romanischserbisches um Kattaro und ein dalmatinischkroatisches um Spalato. Aber mit dem Tode Emanuels (l 180), wie durch einen Zauber schlag, erhoben sich die alten Feinde des .Imperiums und die Schöp fungen des grossen Komnenen verschwanden viel schneller als sie entstanden. Anfangs 1182 drang das ungarische Heer in Dalmatien ein. 72 In aller Stille wie einst das Thema schwindet jetzt das Dukat von Dalmatien für immer für das dahiensiechende Byzanz. Aber auf den « Cinnamos s. 263. Sufflay, Hrvatska 1081—1180 (Zagreb 1901) 53 u. 4. 66 Jireček, G. der Serben 1, 236f. 87 Cinnamos S. 249. Sufflay a. a. O. 50. » 68 AAlb 1, (1166). Jireček, Staat 1, 3 N. 4. Diese Verbindung der Länder „Dio klitija i Dalmacija" (Leben König Stefans cap. 8) erhielt sich auch unter den Serben, zuletzt 1341 bei Ljubić, Listine 2, 111. 69 M. G. SS. 14, 79. Lenel, Zur Entstehung 32. 70 Smičiklas, Cod. dipl. 2, 131 u. 166. Cinnamos S. 262. Sufflay, Hrvatska 50ff. Jireček, G. der Serben 1, 255. 71 Kukuljević, Cod. dipl. 2, 7t = Smičiklas, Cod. dipl. 2, 107 (1166). 72 Kukuljević 2, 117 = Smičiklas 2, 179f. In bezug auf die Chronologie s. Sufflay, Hrvatska 63.