VJESNIK 16. (ZAGREB, 1914.)
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254 14. Radićević piše Hageru 4. januara 1813., da će Drašković domala poći u Peštu te će zimu sprovesti u Pešti i Beču. Medu razlozima spominje Draškovićeve simpatije za Ruse. — Pismo nema potpisa, no rukopis i šifra su Radićevićevi (sign, spisa: 1166 ex 1812). Euer Excellenz ! Der bekante Graf Johan Draskovich, k. k. Kämerer, welcher zu Rechicza bey Karlstadt in Illyrien begüttert, auch dort wohnet, wird am 14. d. M. über Agram nach Pest reisen, um den Winter theils in Pest und Ofen, theils in Wien zuzubringen. Die Hauptbeweggründe zu dieser Reise sind: l tena seine Unterhaltung, weil Er ohnehin gar nichts zu thun hat; 2 teas um wieder ein Weilchen von seiner Frau, gebohrner Baronne v. Kulmer, mit welcher Er nicht harmonirt, abwesend zu seyn ; 3 tens um den Beobachtungen der Illyrier wegen der Meinung rücksichtlich auf die Russen nicht ausgesezt zu seyn; er ist wie im allgemeinem alle Croaten den Russen mehr als den Franzosen geneigt und schmeichelt sich, ohne dabey mitzuwirken, diesen Winter hindurch die sicher sten Nachrichten von den Kriegsbegebenheiten in Ofen zu erfahren ; 4 teDS dieser Graf spielt gerne, in Pest wird noch imer stark gespielt, wobey der Graf seine Rechnung zu finden hoffet. Ich war gestern hier mit diesem Grafen und hatte Gelegenheit, aus sei nem Munde dieses zu vernehmen; sein Vorwand sind die Orczy, mit welchen Er durch seinen Bruder Georg, der eine Baron Orczysche ehelichte, in der Schwägerschaft steht. Agram, den 4. Jänner 1812. dd. 15. Radićević prikazuje Draškovića u izvještaju 23. augusta 1813. sasvim nepouz danim u političkom pogledu. Denuncijaciju šalje u Beč po samom Draškoviću. Izvještaj je pisan rukom Radićevićevom , no ima mjesto potpisa samo njegovu šifru (sign, spisa: 3266 ex 1813). Euer Excellenz ! Der Überbringer dieses gehorsamsten Berichts, unter der Adresse an das PlatzComando nach Wien, ist der bekante Graf Johan Draskovich, bey Karl stadt zu Rechicza begüttert. Ich weiss es sehr wohl, dass dieser Mann einen Sonderling auf der Welt spielet, dennoch ist mir aber sein Betragen sehr au fallend; bis jezt konte ich in demselben nichts dem Staate schädliches ent deken. Es ist Eurer Excellenz bekant, wie Er unter der ganzen Zeit, als Illyrien in französischen Händen war, eine so geschmeidige Rolle spielte, dass Er zu gleich dort und hier bey allen Civil und MilitärVorstehern sehr aufgenohmen war und sich beyderseits wichtig machen wolte. Vor paar Monathen hat Er seinen vertrautesten Freund, gewesten OberLieut., seinen vieljährigen Sekräter Johan Zeller unter dem Vorwande der gänzlichen Entlassung aus seinem Dienste mit einer lebenslänglichen Pension nach Wien abgeschikt, wo dieser Zeller mit