VJESNIK 16. (ZAGREB, 1914.)
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252 10. Göhausen piše Hageru 26. marta 1812: iz Požuna o financijskim prilikama Draškovićevim (sign, spisa: 1166 ex 1812). Euer Exzellenz! Graf Johann Draskovich ist seit 23. Abends wieder hier. Er hat erho benermassen weder auf seine Gyulayschen, noch andere Schuldbriefe baares Geld in Wien erhalten, und will hier neuerdings mit Ersterem wegen einer Abzahlszahlung in Unterhandlung treten, weil er gesonnen ist, eine Länder reise vorzunehmen, wozu er baares Geld bedarf. Graf Gyulay, der immer mit seinen Finanzen, und wie es heisst, des hohen Spieles wegen sehr brouillirt ist, vertröstet ihn von einer Zeit zur anderen auf den Landtagsbeschluss wegen der Privatverhältnisse. und KapitalienRedukzion. Graf Draskovich hat wegen Katharrs zwey Tage das Zimmer gehütet. Ich verharre in tiefster Ehrfurcht Euer Exzellenz Unterthänigster Göhausen. Pressburg, den 26. März. 1812. 11. Siber prikazuje 2. aprila 1812. policijskom dvorskom uredu izvještaj o Draško vicevu boravku u Beču, o audijenciji kod cara i nadi u donaciju kojega komor skog dobra, pa o financijskim i privatnim prilikama Draškovićevim (sign. spisa: 1166 ex 1812). Hochlöbliche k. k. Polizeyhofstelle ! Nachträglich zu der unterm 21. März d. J. erstatteten Bericht über den Grafen Johann Draschowitz muss man noch infolge des unterm 22./24. März erlassenen hohen Dekrets gehorsamst anzeigen, dass der Graf öfters von Pres burg nach Wien komme, aber meistens nach einem Aufenthalte von 24 Stun den wieder von hier abgehe. Er hat hier im Bürgerspitale bey dem Hofmarschalbeamten von Neumann eine Absteigwohnung. Er war in der Mitte des verflossenen Monaths hier und hatte bey Seiner Majestät eine Audienz, reisete aber nach 2 Tagen wieder von hier ab. Er hat nach seiner Angabe durch die Abtrettung Croatiens viel ver lohren und sucht nun von der Gnade Sr. Majestät ein CammeralGut, welches zu erhalten er gute Hofnung haben soll. Man will auch wissen, dass der Graf Schulden habe und hier Geld auf seine Foderungen suche, die er an den Grafen Czapary (sie) und Giulay zu machen hat, um seine Gläubiger zu befriedigen. Er gibt sich wirklich Mühe, unter guten Bedingungen Geld aufzusuchen, aber es hat ihm bis nun nicht geglückt, wie man erfuhr. Selbst seine Besitzungen in Illyrien wünschte er zu verkaufen oder zu vertauschen. — Ausser diesen Gründen, die ihn von Presburg nach Wien führen, ist auch noch das Mädchen eine HauptUrsache, die er hier in die Kost gab, wie man bereits anführte. Hier ist sein vorzügli cher Umgang mit seinem Schwager Baron Kolmer, mit der Gräfinn Drascho