VJESNIK 13. (ZAGREB, 1911.)

Strana - 180

180 mörderischen Hände gegen das gemeinschaftliche Vaterland zu bewaffnen. Sie sei vernichtet, diese Scheidewand unter dem allmächtigen Schutze Gottes und nur die Erinnerung der Leiden, die Ihr während ihrer Dauer ausgestanden habt, verstärket Euch in dem Bestreben, unsern Nationalcharakter rein und von allen ausländischen Formen und Sittenlosigkeit unverletzt zu bewahren. Ihr werdet die heiligen Grundsätze unserer Religion und ihrer Moral, die jedes öffentliche sowie das Familienglück begründen, nie in den Herzen Eurer zarten Jugend schon im Keime ersticken lassen. Ihr werdet künftig­hin das Blut Eurer Brüder und Söhne nicht mehr so wie es seit 3 Jahren geschah, zwecklos in ungerechten von Hab­sucht und Ehrgeiz angefachten Kriegen vergiessen sehen. Es bleibt der ehrenvollen und heiligen Verteidigung Eures Landes, Eures angebornen Fürsten und Eurer Familien gewidmet, und die Gebeine Eurer gefallenen Mitbürger werden nicht mehr in den entferntsten Gegenden des Südens und Nordens zer­streut, den nachkommenden Geschlechtern das grässliche Bild der Zerstörung und des unverdienten Schiksals ihrer Vor­eltern aufstellen. Unzählig sind die Opfer, welche Se. Majestät, unser und euer angeborner Herrscher der Erhaltung, der Wiederher­stellung des Friedens gebracht hat: die Geschichte wird sie bewahren, die Nachwelt erkennen; allein alle diese Opfer konnten diesen Durst des Feindes nach Eroberung nicht stillen, und das warnende schrekliche Beispiel des wandel­baren Kriegsglückes, deren die Geschichte kein gleiches auf­gezeichnet hat, den Frieden nicht herbeiführen, nach wel­chem die Menschheit so lange seufzet ! Nein, er sollte wiewohl nur dem Namen nach durch neue Opfer, durch neue Abtre­tungen erkauft werden und dadurch den Weg zu neuen Eroberungen bahnen! — — Das Los ist geworfen! Eure tapferen Brüder haben Euer dem Vaterlande entrissenes Ge­biet betreten, und Ihr, geliebte Mitbrüder, Mitbürger kehret nun in den Schoss Eurer Familie, die Euern Verlust seit 3 Jahren beweinte, zurück, durch eigne harte Leiden belehret, dass nicht blutige und prahlerische Tropheen, auf dem rau-

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