VJESNIK 12. (ZAGREB, 1910.)
Strana - 217
217 stückhel, die ein Khugel einer faust gros schiessen. Darinen vor (fol. 42 b.) dem Profiandthaus vornen lugen neun grosse Stuckh teutscher Manier ohne redern, warn aber vmbgewendt, dasz man die Zeichen nit sehen khundt, daneben lagen noch acht türggische Stuckh. Den 19. July hat der herr Orator bey dem Serdar Vesier Passa Vormittag Audienz gehabt, vnnd hat er Serdar den herrn Oratorn in die hundert Pferdt zu den Schiffen zu beglaitten geschickht, welche, bis herr Orator fertig worden, mit rennen vnd Scharmezieren, mit steckh in hendten, an stat der Tärtten, die sy auf einander wurffen, vor den Schiffen khurzweil getriben. Vnnd ist herrn» Oratorn ein schöner doch nit grosser Fux, gar schön mit Zeug, Satl vnnd Tschapra geziert, für gefürdt worden, darauf er gesessen, die zu Pferdt herab geschickhten ritten vornen an, darauf Ir Gnaden Diener in guetter Ordnung zu fuesz gefolgt. Alszdan der herr Orator mit des Ali Passa vnd Serdar Chiaia auf beiden seitten beglaittet. Als man hinauf in die Statt oder vielmehr vorstatt komen (weil diese Statt, darinen der Serdar auch alle andere vornehme leuth, Türggen vnnd Christen, Khaufleut vnnd Cramer wohnen, mit kheiner Maur vmbfangen, vnnd in der Stadt, so mit Maurn vmbgeben, welche auch nit gross, niemandt fürnemmber), ist ein gassen von Schüzen mit iren lunden in der handt gemacht worden, darbey ein roth vnnd weisse Fahnen. Fürbas vnnd nahent bey des Serdar Hausz haben sich die Reitter auf beiden seitten der gassen auszgethailt, vnnd alszdann erst die Jänitscharn zu beiden seitten gestanden. Wie nun der herr Orator zu dem Serdar in das Zimmer hinein khommen, ist er vom Stuel aufgestanden, vnnd Ir Gnaden freundtlich (fol. 43 a.) empfangen, die Türggen auch so in seinem Gemach heruornen gestandten, ein gros geschrey, inmassen bey dem Ali Passa zu Ofen geschehen, angefangen vnnd glückh gewünscht. Alszdann wider, wie auch herr Orator vnnd herr Rimai nidergesessen, der Serdar herrn Oratorn durch seinen Tolmetschen empfangen vnnd viel glückh wünschen lassen, entgegen der herr Orator im von der Kayserlichen Mayestät vnd fürstlichen Durchlaucht sowol allenn vnierten Landten ire grues vnnd viel guets anzaigen, darneben entschuldigen lassen, das er kheine Credenz Schreiben an ime habe. Die Vrsach sey, das man drausten bey vnnsz nit gewust, das dieser Zeit ein Serdar in Hungern vorhanden. Alszdann vmb guette befürderung an seinen groszmechtigisten Khayser, wegen den praetensionen, so er herr Orator daselb fürzubringen, wie auch vmb schieinige abfertigung an die Portten, alszdann wegen der alhie gefangenen, dasz man sy nit übler als vorhin halten soll, gebetten. Darauf der Serdar auf yedes bescheiden vnnd freindtlich geantwort, sich gutten Commendation vnnd hülf in vnnsern Sachen bey seinem Khayser erboten, der fürgebrachten gruesz, besuechung vnd freundtlichen willen bedanckht, die abferttigung vnnd befürderung an die Porten aufs ehest