ARHIVSKI VJESNIK 40. (ZAGREB, 1997.)

Strana - 110

N. Brübach, Archivarsausbildung an der Archivschule Marburg, Arh. vjesn., god. 40(1997) str. 105-110 diengestaltung an der Verwaltungsfachhochschule in Ludwigsburg. Neben den ar­chivwissenschaftlichen Fächern, dem Bereich der geschichtswisssenschaftlichen Fä­cher und dem Bereich der historischen Hilfswissenschaften des Mittelalters und der Neuzeit liegt der vierte Schwerpunkt auf dem Bereich Bibliothek, Museum, Infor­mation und Dokumentation. Ziel der Ausbildungsveranstaltungen dieses Komplexes ist es, den Studierenden einen Überblick über Arbeitsfelder und Methoden in diesen, dem Archivwesen benachbarten Gebieten zu geben - dies jedoch in archivrelevanter Auswahl. Der Einsatz von Techniken der EDV erfolgt sowohl als eigenes Fach, wie auch fächerübergreifend. Es geht darum, die Kursteilnehmer in beiden Laufbahngruppen in die Anwendungsmöglichkeiten der Informationstechnologie einzuführen: Dazu gehört der Umgang mit Verzeichnungsprogrammen ebenso, wie die Nutzung von Datenbanken und Online-Diensten, oder der Einsatz der EDV in den geschichtswis­senschaftlichen Fächern. Die angehenden Archivarinnen und Archivare sollen befä­higt werden, Möglichkeiten, Chancen und Entwicklungen, aber auch Grenzen des EDV-Einsatzes im Archivwesen verantwortlich abzuschätzen. Das Internet - Ange­bot der Archivschule auf dem Darmstädter Archivtag wurde gemeinsam von Mitar­beitern und Studierenden aus beiden Laufbahngruppen vorbereitet. Präsentation auf der Fachtechnischen Messe, Stand Nr. 28. Wenn man vom Berufsbild "Marburger Prägung" spricht, so ist damit impli­ziert, daß der Ausbildung bei der Formierung eines Berufsbildes ein wesentlicher Beitrag zukommt: Das ist sicher richtig, die Ausbildung bietet den Einstieg, sie ist der "archimedische Punkt". Jedoch ist ein Berufsbild in höherem Maße durch Berufserfahrung geprägt, die erst nach der Ausbildung gewonnen werden kann. 110

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