ARHIVSKI VJESNIK 1. (ZAGREB, 1958.)

Strana - 185

Prilog III. Sarajevo, 10. H. 1918 Izvještaj Stjepana Sarkotića, generala-zapovjednika Bosne, Hercegovine i Dal­macije, upućen Vrhovnoj komandi u Badenu, o cjelokupnom toku, ciljevima i ocjeni ustanka mornara u Boki Kotorskoj, te o mjerama koje treba poduzeti za saniranje situacije. Auf Op. Geh. Nr. 1001 des AOK., Chef des Gstbs.: Um das AOK. sofort und halbwegs gründlich zu informieren, habe ich die während meiner Anwesenheit in der Bocche fertig gewordenen Berichte des Kreuzerflottillen­kommandos und des deutschen U-Bootstation persönlich nach Sarajevo mitgenommen und am Ankunftstage in Sarajevo sofort mit Kurierpost nach Baden gesclückt, wo die Berichte morgen vormittags eintreffen müssen. Aus denselben ist die Entstehung, der Verlauf und das Ende der Bewegung zu entnehmen. Wenn ich das Ganze kurz zusammenfasse, so ergibt sich, dass am 1. Feber die Meuterei auf dem Flaggschiff St. Georg ausgebrochen ist und nach und nach sämtliche Einheiten und auch die am Lande befindlichen Matrosen-Abteilungen mehr oder weniger ergriffen hat. Am wenigstens betroffen erscheinen die Torpedoboote, die Schiffe Novara und Helgoland, sowie die U-Boote. Wie die Bewegung ausbrach, hatten sich die deutschen U-Boote sofort von ihren Vertäuungsplatz inmitten der eigenen Flotteneinheiten losgelöst und sind in die Bucht von Risano eingelaufen. Ihrem Beispiel folgten am 2. Feber die Schiffe Helgoland, Novara und die U-Boote, also jene Einheiten, die nur gezwungener Weise die Be­wegung mitmachen. Hiedurch erlitt die ganze Meuterei den ersten Stoss. Als das Schiff Rudolf am 2. Feber gegen den Befehl des Kriegshafenkommandanten seinen Ankerplatz verliess und gegen St. Georg lossteuerte, eröffnete eine Landbat­terie befehlgemäss gegen dasselbe das Feuer, wodurch das Schiff einen Volltreffer erhielt, dem 2 Tote und 5 Verwundete zum Opfer fielen. Das Schiff sah sich hiedurch gezwungen, auf seinen alten Ankerplatz zurückzukehren. Hiedurch erlitt die Bewegung den zweiten Stoss. Schliesslich scheint der Ernst der Situation der ganzen Mannschaft zum Bewusst­sein gekommen zu sein, so dass die Majorität der Mannschaften zu schwanken begann. Diesen Moment nützte das Offizierskorps energisch aus und stellte im Verein mit dieser sich zum Guten bekehrenden Majorität die Ruhe und Ordnung auf den Schif­fen her. Von den gesamte Stabspersonen wurde mir nur der Seekadett SESAN als eidbrüchig angegeben, welcher auf kurze Zeit mit den Empörern das Kommando auf S.M.S. St. Georg führte, sich aber, als er die schwankende Haltung der Matrosen wahrnahm, vom Schiffe flüchtete. Es gelang ihm mit noch 2 Belasteten mit einem Seeflugzeug, das leider ohne Erfolg beschossen wurde, zu entkommen. Da im Kriegshafen nur wenige Truppen vorhanden waren, so wurden auf die erste Meldung hin sofort 28 Marschkompagnien, zumeist ungarischer Nationalität, — 185 —

Next

/
Oldalképek
Tartalom