ARHIVSKI VJESNIK 1. (ZAGREB, 1958.)
Strana - 183
1. Ruhe und Ordnung sind im KH wiedergekehrt, schärfere Massregeln werden abeT noch einige Tage aufrecht erhalten werden. Nach Ausbaririerung der Rädelsführer und der Unverlässlichen im Ganzen etwa 500 Mann, ist die Stimmung bei der Flotte, gut, was sich darin äussert, dass nach Meldung der Admirale bereits Deputationen der Einheiten bei ihnen waren, mit der Bitte, eine Aktion gegen den Feind zu unternehmen, damit sie den guten Ruf wiederherstellen können. 2. Nach Anschauung der Admirale ist die Infiltration der Mannschaft auf čechischsüdslavische Beeinflussungen zurückzuführen. Das Zentrum wird in Laibach vermutet. Besonders aktiv erweist sich eine russisch korrespondierende Radiostation, deren Standpunkt noch nicht ermittelt ist. Nachträglich fällt auf, häufiger Besuch einzelner isolierten Objekte und Gasthäuser durch Marinenmannschaft, welche zweifellos Konspirationsorte waren. Die grosse Ausdehnung des Kriegshafens erschwerte eine entsprechende Kontrolle. 3. Es ist deshalb — wie ich dies schon wiederholt gebeten habe — unbedingt notwendig, dass in Dalmatien — vorderhand wenigstens im Kriegshafen — das Ministerium des Inneren sofort eine Staatspolizei kreiert, um auch zweifelhafte Elemente der Bevölkerung, welche nach Meldung zweier Truppenkommandanten Sympathien für die Meuterer zeigte und dieselben aklamierte, besser überwachen zu können. 4. Da KH-Kommandant bittet auf Grund der Meldungen des Obersten BÖTTNER, der selbst ein Dalmatiner ist, um Austausch der Ldst. Inf. Bataillone IV/37, VIII/37 und III/23, welche in den Augen dieser Herren als unverlässlich gelten, gegen ungarische und deutsche Ldst. Inf. Bataillone. Ich unterstützte diese Bitte umsomehr als ich überzeugt bin, dass diese Bataillone sukzessive abgelöst und dem einheimischen Milieu entzogen an einer anderen Front gut entsprechen werden. 5. Die Anzahl der standrechtlich Abzuurteilenden beträgt 43. darunter 3 entflohen. Die Urteile werden am 9. II. gefällt und vollzogen. Von dem Rest auf 500 dürfte etwa die Hälfte dem normalen gerichtlichen Verfahren unterzogen werden, während die andere Hälfte als unverlässlich vom Flottenkommando so rasch als möglich aus dem KH zu entfernen wäre. Sarkotić G. O. Op. Geh. Nr. 644. Prilog II. Sarajevo, 10. II. 1918. Popratno pismo kojim Stjepan Sarkotić, general-zapovjednik Bosne, Hercegovine i Dalmacije, popraćuje Vrhovnoj komandi u Badenu ponovnu dostavu pismom svog brzojavnog izvještaja o situaciji u Boki Kotorskoj od 7. II. 1918. (prilog I.). U ovom popratnom pismu dodaje još neke činjenice i posebno se osvrće na čehoslovačku, jugoslavensku i rusku-boljševičku propagandu. EUERER EXZELLENZ 1 Beehre ich mich beiliegend die Abschrift eines Télégrammes, welches ich nach der Inspizierung des Kriegshafens Castelnuovo an die Militärkanzlei Seiner Majestät — 183 —