K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 8. (Wien, 1911)

Dan Demeter: Der Stifter der Klosterkirche von Suczewitza (in der Bukowina)

78 Demeter Dan. schenkte derselben ferner ein kostbares Bild, erneuerte ein Tabernakel, ebenso das Bild des hl. Nikolaus, von Radautzer Provenienz, welches er auch vergoldete u. a., während Jeremie Movila dem genannten Kloster viel später Schenkungen machte. Aber auch diese seine Schenkungen sind für einen Stifter, wie ihn der Chronist nennt, im Vergleiche zu den Schenkungen seines Bruders, des Georg Movila, ja sogar im Vergleiche zu den Schenkungen des Fürsten Peter des Lahmen, den Niemand als Stifter nennt, sehr unbedeutend. Trotz alledem sind wir bemüßigt, auch den Jeremie Movila, zwar nicht als alleinigen Stifter der ganzen Kirche, doch als Mitstifter eines Teiles der Klosterkirche zur Auf­erstehung des Herrn in Suczewitza anzuerkennen, denn er scheint der ursprünglichen von Georg Movila erbauten Kirche, welche sicherlich nur aus Pronaos, Naos und Altar bestand, die Vorhalle mit den zwei Eingangsbaldachinen gegen Ost und West und den ersten Pronaos oder den Polunoschnik zugebaut und das ganze Gebäude mit der herrlichen, bis heute gut erhaltenen Freskomalerei der inneren und äußeren Wände verschönert zu haben. Übrigens waren solche Zubauten in jenen Zeiten üblich, so hat z. B. der Fürst Alexander, der Läpuschner, im Jahre 1559 der bischöflichen Kirche von Radautz, der Stiftung des Fürsten Bogdan I., eine auch mit zwei Eingängen versehene Vor­halle zugebaut, ebenso der Metropolit Theophan im Jahre 1579 der Metropolitankirche zum hl. Georg aus Suczawa usw. Daß die zwei obengenannten Kirchenabteilungen aus Suczewitza später, wenn auch nicht um viele Jahre nach der Erbauung, der ursprünglichen Kirche zugebaut wurden, be­weist auch die Form der Fenster, welche sie beleuchten. Während die 2 Fenster des Pronaos, die 6 des Naos und die 3 des Altars alle eine gleiche einfache Form besitzen, klein und dunkel sind, sind die 3 Fenster der Vorhalle und die 4 aus dem Polunoschnik hoch, lichtreich und künst­lerisch in gotischer Form in Stein gehauen und mit kleinen

Next

/
Oldalképek
Tartalom