K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Johann v. Diviš-Čistecky: Stadtarchive in Ostböhmen

Stadtarchive in Ostböhmen. 85 ältesten Einschreibungen sind lateinisch, seit 1436, als Wil­helm Kostka von Postupic die Herrschaft besaß, finden sich nur böhmische Texte vor. Auf Pag. 7—15 Zunftartikel, welche von den damaligen Bischöfen 1356, 1357, 1365, 1378, 1413, 1415 den diversen Handwerkern verliehen wurden. Diese Abschriften sind in böhmischer Sprache verfaßt. 3. Liber inscriptionum ab anno 1440 (Sig. 116) ent­hält 247 Pergamentblätter und ein Registrant auf 36 Blättern. Dieses Buch hieß auch „Véts! registra“ (Größere Register) und umfaßt Einschreibungen („zäpisy“) bis 1542. 4. „Kniha porucenství a küaftfi“ enthält letztwillige Vermächtnisse von Bürgern und Dorfbewohnern, hat 237 Papierblätter und umfaßt die Zeit von 1492—1537. (Sig. Nr. 118.) 5. Kniha zápisü lidi vesnickych od 1545—1569 (117) d. h. Liber inscriptiouum für Dorfleute, hat 254 Papierblätter. 6. Kniha pametni menüi (119), das kleinere Gedenk­buch, vom Jahre 1560, auch „liber obligationum“ oder „das schwarze Buch“ genannt, hat 186 Papierblätter, enthält unter anderem eine zweckmäßige Vorschrift für den Fall einer Feuersbrunst, 1562 verfaßt. 7. Kniha zápisű z panství Brand^sského (liber inscript, der Herrschaft Brandeis an der Adler) vom Jahre 1577 ^ bis 1651 (Sig. 121.) 8. Manual svédkű (Manuale für Zeugenaussagen) 1590 bis 1638, enthält 340 Blätter und Register (120). 9. Manual právní purkmistrovsk^ = Manuale der Rechte des Bürgermeisters, vom Jahre 1631 hat 190 Blätter. Auf der ersten Seite steht der Spruch: „Das Recht hat weder Vater noch Mutter“ — auf dem rück­wärtigen Deckel steht der Spruch: „Gott und Ehre — sind meine Kleinode“. 10. Exemplar der verneuerten Landesordnung Kaiser Ferdinand H. vom Jahre 1640 (Sig. 127). 11. Kniha siroikü = Waisenbuch, für Kinder in der Stadt und in den zur Stadt gehörigen Dörfern, vom Jahre 1650-1679 (Sig. 123).

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