K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Johann v. Diviš-Čistecky: Stadtarchive in Ostböhmen

Stadtarchive in Ostböhmen. 77 mischl alle Privilegien und Begünstigungen, wie solche von den früheren Päpsten und Königen dem genannten Kloster er­teilt wurden. Bulle an gelbroter Seidenschnur. (Sig. 2.) 1326. Abt Konrad übergibt mit Zustimmung des Kloster- Konventes der Prämon8tratenser den Waisen nach dem Bürger Michael das Eigentum ihres verstorbenen Vetters Domoslav (Schreibers des Abtes). Zwei ovalej Siegel in weißem Wachs; beide zeigen das Bildnis S. Mariens, auf dem einen Siegel die Inschrift:„Sigillum abatis Litomisl.“, auf dem anderen: „Sigillum conventns ecclesiae Litomisl.“ (Sig. 3.) 1335. Der Bürger Heinrich Vlk und seine Ehefrau Katharina verpflichten sich vor den Stadtältesten, jährlich 4 Groschen zu Gunsten des „deutschen Bades“ (auf der „deutschen Vorstadt“ zu Leitomischl) abzuführen. Das der Urkunde anhängende älteste Stadtsiegel zeigt im Dreieck­schilde eine heraldische Lilie und ist in weißem Wachs eingedrückt, beschädigt. (Sig. 32.) 1347 Oktober 15. Pfedslav, Bischof von Breslau, be­vollmächtigt vom Papste Klemens VI. beurkundet in Gegen­wart des Kapitels und von Zeugen, einen Vergleich zwischen dem Bischöfe und Kapitel von Leitomischl. Bischöfl. Siegel in weißem Wachs an grüner und roter Seide1). (Sig. 52.) 1350. Nov. 4. Prag. Erzbischof Ernest von Prag be­richtet dem Papste Klemens VI., welche Kirchen der Prager und Olmützer Diözese durch Intervention Kaiser Karl IV. der neu kreierten Leitomischier Diözese cediert wurden. An­gehängt das erzbischöfliche Siegel auf rotem Wachse im weißen. (Sig. 6.) 1357 Aug. 28, Taus. Bischof Joannes Streda in Leito­mischl gibt Zunftregeln für die Küchler und Bäcker der Stadt Leitomischl. Angehängt rotes Wachssiegel. Deutsch. (Sig. 9.) 1357 Aug. 28, Taus. Bischof Joannes Streda von Leitomischl gibt den Fleischern der Stadt Leitomischl die nämlichen Rechte und Zunftregeln, wie solche die Zunft *) *) Wörtlicher Inhalt dieser Urkunde findet sieh in Jelinek’s „Historie eto.u I. 103—112, woselbst auch mehrere andere Urkunden (so z. B. Sig. 10, 14, 16) wörtlich oder im Auszuge gegeben wurden.

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