K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

P. Sebastian Mayr: Das Archiv des ehemaligen Kollegiatstiftes Spital am Pyhrn in Oberösterreich

Das Archiv des ehemaligen Kollegiatstiftes Spital etc. 73 weit es sich um das alte Propsteiarchiv handelt, eine eigene Rubrik auf die Trauner’sche Beschreibung, wo der Inhalt eines jeden Stückes genau angegeben ist. Da die von Trauner verfaßte Beschreibung der Hofgerichtsregistratur und des Klauser Archivs nicht mehr vorhanden ist, so wird sich der Benutzer dieser Teile mit den Angaben der neuen Beschreibung begnügen müssen, die jedoch mit Rücksicht auf den Abgang der alten Beschreibung so weit ins Detail ausgearbeitet wurden, daß sie über den Gehalt der Bestände hinreichend orientieren. Der dritte Teil der Beschreibung endlich enthält das Verzeichnis der nach Gegenständen in Gruppen zerlegten und innerhalb der Sachgruppen chro­nologisch gereihten Amtsbücher. Außer den bisher beschriebenen Beständen besitzt das Archiv auch eine ziemlich reiche Sammlung von Patenten, die chronologisch geordnet und in Schuberbände eingelegt wurden. Im September 1900 wurde ein Teil der Archivalien gegen Revers, womit dem Religionsfondsgute Spital a. P. das Eigentums- und Rückforderungsrecht gewahrt wird, in das oberösterreichische Landesarchiv in Linz überführt. Bei der Auswahl der nach Linz zu übertragenden Archiv­bestände war eine oberbehördliche Weisung maßgebend, der zufolge nichts an das Landesarchiv abgegeben werden sollte, was für die Gutsverwaltung zu Spital irgendwie von Belang sein könnte. In das oberösterreichische Landes­archiv wurden überführt: Eines der zwei Spitaler Urbarien vom Jahre 1492, 64 auf die von Karl Rai dt, Pfleger in Klaus, innegehabten Lehen Bezug habende Pergament­urkunden, Reskripte der Klosterräte, der Landesrepräsenta­tion und Kammer, Steuersachen, Prälatenstandsakten, Land­schaftsakten, Bauernkriegssachen, die Korrespondenz mit dem Salzoberamte Gmunden und mit dem Hallamte Aussee, Kriegs- und Rekrutierungsakten, Kriminal-, Kameral- und Kommerzial- und Polizeisachen, die Reste des Klauser Archivs, ein Taidingbüchel aus dem Jahre 1770, Verhörs­und Klagbücher, Strafprotokolle, Robot- und Zehentregister,

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