K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Diözesanarchiv und Pfarrarchive der Diözese Linz

Diözesanarchiv und Pfarrarchive der Diözese Linz 59 gearbeitet sein, da wohl überall Gleichartiges und Zusammen­gehöriges in irgend einer Form, als Konvolute, Bündel oder Faszikel vereinigt sein und so wenigstens eine rudimentäre Ordnung wie von selbst erwachsen sein dürfte. Zusammen­gehöriges darf niemals zerrissen, eine schon vorhandene Ordnung darf niemals einem anderen Schema zu Liebe auf­gelöst werden, sie ist vielmehr zu erhalten, wo erforderlich und möglich, wiederherzustellen. Dies hat unter allen Um­ständen dann zu geschehen, wenn die alte Ordnung in einer Beschreibung fixiert ist. Da jede Pfarre ihre eigene Geschichte hat, die sich in den Archivalien wieder spiegelt, so dürften kaum zwei Archive die gleichen Bestände aufweisen und es ist daher nicht möglich, ein Sachgruppen - Schema von allgemeiner Giltigkeit zu entwerfen. Im Nachfolgenden wird ein auf ein besonders reiches Archiv berechnetes Gruppen-Schetna entworfen, das wohl für die meisten Archive ausreichen dürfte. Sachgruppen - Schema. Ein wichtiges Behältnis im Pfarrhofe ist die Kirchen­lade (Zechsehreine). In diese gehören nach § 15 Kapitel VI des Wiener Provinzial-Konzils die Obligationen (Sparkassa- büchl) des Kirchenvermögens, Pfründen- und Armenver­mögens, sonstigen Fonde, der Vereine und verschiedener Depositen, in der Weise geordnet, wie sie in den Kirchen­rechnungen aufscheinen; die Grundbuchsauszüge über das unbewegliche Kirchen- und Pfründenvermögen, Kauf- und Verkaufverträge, die Errichtungsurkunde der Pfarre, die gestempelten Originalstiftbriefe in der Ordnung des Stiftungs- Ausweises. Dieses vorausgeschickt, folgt ein Sachgruppen-Schema für das Archiv. A. Gründung der Pfarre, Dotierung, Bezüge, Rechts­verhältnisse. 1. Errichtung der Pfarre, Kirchen- und Pfarrpfründen Vermögen, Meß- und Jahrtagstiftungen, Meßstipendien.

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