K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)
Diözesanarchiv und Pfarrarchive der Diözese Linz
56 Diözesanarchiv und Pfarrarchive der Diözese Linz. § 7. Registrierung der Urkunden. Sind die Urkunden chronologisch geordnet, so werden sie nach der chronologischen Reihenfolge numeriert, und zwar ist die Nummer nur mit Bleistift aufzutragen. Hierauf werden die Regesten abgefaßt. Wie die Regesten zu stilisieren und anzuordnen sind, zeigt am besten das nachfolgende Muster, das vom Herrn Archivdirektor Dr. Mayr in Innsbruck mitgeteilt wurde1). Jede Urkunde erhält einen eigenen Regestenzettel, (Viertelbogen starken Papiers), auf dem folgendes zu vermerken ist: 1. Rechts oben die laufende Nummer der Urkunde (6574). 2. Datum und Ausstellungsort. Das aufgelöste Datum wird in der Reihenfolge: Jahr, Monat, Tag (1302, November 3. = 3. November 1302) angeführt, daneben in Klammern das unaufgelöste Datum (Samstag nach Omnium Sanctorum). Ist die vollständige Auflösung des Datums nicht sogleich möglich, so ist der betreffende Raum inzwischen freizulassen. 3. Inhalt der Urkunde. Die Inhaltsangabe verzeichnet a) den Aussteller (Bischof Johann von Brixen), b) den Empfänger (die Herzoge Otto u. s. w.), c) den durch die Urkunde bezeugten Rechtsvorgang (belehnt mit ihren Hochstiftslehen etc.). In die Inhaltsangabe sind alle Personen- und Ortsnamen aufzunehmen, bei Ortsnamen ist die originelle Schreibweise beizubehalten oder in Klammern beizufügen. 4. Die Zeugen und Siegler. 5. Angabe a) ob Original, vidimierte Abschrift oder ob bloße Kopie, b) ob Pergament oder Papier, c) ob und wie viel Siegel anhängend oder aufgedrückt sind, d) Sind Siegel verloren gegangen, so ist dies zu vermerken, e) Sonstige Notizen, die für die Urkunde von Interesse sein können. 1) Folgt im Erlaß das Regest einer Urkunde Bischof Johanns von Brixen von 1302.