K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Viktor Kleiner: Das Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz

Das Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz. 113 S t a n d s c h a f t s a r c h i v e von Montafon und Bregenzerwald sollte Bedacht genommen werden. Falls die Stände dagegen Beschwerde erhöben, wolle ihnen bedeutet werden, daß ihr Miteigentumsrecht an diesen Archivalien nicht tangiert werden soll. Über von Seite des Landesausschusses erfolgte Einladung überließen beide Stände ihre Archive unter Wahrung des Eigentumsrechtes dem Landesarchive zur Verwahrung und Ordnung. Mittlerweile waren aber auch von den Gerichten die vor das Jahr 1817 zurückreichenden Archivalien abgeliefert worden und konnte nun die Tätigkeit des Archivars mit 1. November 1899 ihren Anfang nehmen. Bereits im September 1899 war seitens des k. k. Statt­halterei-Archivdirektors vom Verfasser ein Bericht über die Bestände des Mehre rauer Archivs, das im Vorarl­berger Landesmuseum in einem nicht entsprechenden Raume untergebracht war, abverlangt worden. Auf Grund desselben wurden mit dem Museumsvereine Verhandlungen angeknüpft, daß das dem Staate zugehörige Mehrerauer Archiv der Ver­waltung des Landesarchivs so lang unterstellt werde, bis der Museumsverein in seinem derzeit im Baue befindlichen neuen Gebäude entsprechende Lokaüen zur Unterbringung von Archivalien herstelle. Dieses veranlaßte den Vorarl­berger Landtag, in vergangener Session bei der Staats­behörde um fortdauernde Belassung des Mehrerauer Archivs im Landesarchive einzuschreiten, worüber noch die Ver­handlungen schweben. Das aus 60 Faszikeln und 147 Bänden bestehende Archiv wurde an das Landesarchiv übergeben, wozu später noch die bei dem k. k. Steueramte Bregenz verbliebenen zu diesem Bestände gehörigen Archivalien kamen. Noch eine andere Aufgabe hat das Landesarchiv sowohl im Interesse der historischen Forschung als auch der Verwaltung zu erfüllen, die Vereinigung der bisher ge­trennten landschaftlicher) Archivalien, von denen der ältere Teil in der Verwahrung des Stadtmagistrates in Feldkirch, der spätere Teil in der Gewahrsame des Landes­8

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