K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 5. (Wien, Leipzig 1903)
Gerichtsbezirk Schwaz
Vomp. — Weer. — Weerberg. — Wiesing. 139 1511 Oct. 3 (pfinztag n. Simon u. Juda). Jan Hilland, obrister Forstmeister, verleiht Stücke Grund in der Werer Au zum Einfangen an die Leute von Wer. Or. Perg. S. 757 Urkunden betreffs der Stadler Brücke und des Archenbaus von 1518. Vergleich zwischen Lehensassen und Söl- leuten zu Weer wegen der Leistungen 1525 und weitere Vergleiche von 1540 wegen Laubholz, und von 1634; Verleihbrief für die Sölleute von 1593. Vergleich zwischen Weer und Weererberg wegen „verschwentung und abschlaipfung“ der Wälder und Laubhölzer von 1538 und 1627; Vergleich zwischen Weer, Weerberg, Pili und Piliberg wegen der Schwazer Brücke von 1533 und 1636. Landstrasse zwischen Weer und Pili in der Gmels 1530. Schadenersatz anlässlich des Durchzugs spanischer Truppen 1546 und 1549. Waldabtheilung und Ausmarkungsbrief 1734. Marktverleihungen K. Ferdinands von 1835. 11. Weerberg. Eine Kirche scheint schon seit Ende des 13. Jahrh. bestanden zu haben, welche von Kolsass versehen wurde; erst seit 1739 selbständige Seelsorge. Politisch eine Gemeinde. Kirchenarchiv. Im Widum. Canonische Bücher beginnen mit 1740. Acten des 19. Jahrhunderts. Urkunden. Stiftungslibell von 1784, Stiftbriefe des 18. und 19. Jahrh. Hausbriefe von dem Gute Inner-Mühllehen in Weerberg von 1664, 1672, 1683, 1694. 12. Wiesing. Eine Kirche wird 1337 erwähnt, von der Pfarre Münster aus versehen; selbständige Seelsorge seit 1651; gehört zum Decanat Fügen. Politisch eine Gemeinde. Kirchenarchiv. Im Widum. — Durch Pfarrer A. Gspan gut geordnet und mit einem Register versehen.