K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 4. (Wien, Leipzig 1899)

Bericht des obderennsischen Landesausschußes über die Reorganisirung des landschaftlichen Archives und die Errichtung eines ober-österreichischen Landes-Archives

134 Ober-österreichisches Eine neue größere Erwerbung steht dem Landes- Archive schon im nächsten Jahre bevor, indem das k. k. Landesgerichts-Präsidium Linz mit Note vom 19. November 1896, Z. 2152, dem Landes-Ausschüße seine Geneigtheit aussprach, die für die Zwecke der Justiz - Verwaltung ent­behrlichen im Archive des k. k. Landesgerichtes Linz auf­bewahrten Archivalien von historischem Werthe dem neuen ober-österreichischen Landes-Archive zu überlassen, welches Anerbieten der Landes-Ausschuß zufolge Sitzungsbeschlußes vom 24. November 1896, Z. 18.143, annahm und zugleich den Landes-Archivar ermächtigte, die über die alten Acten und Urkunden bei dem k. k. Landesgerichte Linz erliegen­den Verzeichnisse und Indices durchzusehen und aus den­selben jene Acten und Urkunden zu bezeichnen, welche nach ihrem historischen und insbesondere rechtshistorischen Werthe allenfalls dem ober-österreichischen Landes-Archive einverleibt werden könnten. Hierüber wird dann seinerzeit berichtet werden. Zum Schlüße wird dem hohen Landtage nachstehende Zusammenstellung der Kosten anläßlich der Adaptirungs- Arbeiten im alten Museal-Gebäude mitgetheilt. Es betrugen nämlich die Arbeitslöhne, Materialien etc. 1519 fl. 04 kr., die Zimmermannsarbeiten 135 fl. 45 kr., das Terrazzopflaster 434 fl. 70 kr., die Kosten für Traversen 665 fl. 95 kr., die Herstellung der Drahtpanzer 227 fl. 11 kr., die Tischler­arbeiten 313 fl. 5 kr., die Malerarbeiten 330 fl. 17 kr., die Schlosserarbeiten 249 fl. 71 kr., zusammen 3875 fl. 18 kr. Im Vergleiche mit dem vom Landes-Ausschüße in der Sitzung am 20. Mai 1896 genehmigten Kostenüberschlage von 4744 fl. mit obiger Summe ergibt sich eine Ersparung von 868 fl. 82 kr. und im Vergleiche mit der vom hohen Landtage am 10. Januar 1896 für die Adaptirung bewilligten Summe von 5300 fl. sogar eine Ersparung von 1424 fl. 82 kr., welches Resultat nur durch genaue Rücksichtnahme auf das unuipgänglich nothwendige und durch Vermeidung alles kostspieligen und überflüßigen erzielt wurde.

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