Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

Die VEG sind die modernsten landwirtschaftlichen Großbetriebe. Die Mechanisie­rung ist höher entwickelt als in den übrigen Gebieten der Landwirtschaft. Das zeigt sich in der kleineren, auf einen Traktor entfallenden Gebietseinheit, der größeren Quantität an durchgeführter mechanischer Arbeit, der günstigeren Zusammensetzung des Maschi­nenparks, der fortgeschrittenen Mechanisierung verschiedener Arbeitsvorgänge. Der Anteil der VEG im Donau—Theiß-Zwischenstromland beträgt am gesamten Traktoren­park des Gebietes 23,6%, an der Gesamtfläche der Ackerfelder jedoch nur 6,2%. In den VEG des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes entspricht als Folge der Entwicklung der letzten Jahre die Zusammensetzung des Maschinenparks besser den Anforderungen der Landwirtschaft als diejenige der Maschinenstationen. Auch die Ver­sorgung mit Arbeitsmaschinen kann als ausreichend bezeichnet werden. Die auf eine Maschine entfallende, zu bearbeitende Fläche ist jedoch noch groß, annähernd 300 Ka­­tastraljoch. Die Mechanisierung der Erntearbeiten ist sehr fortgeschritten. Im Jahre 1957 wurden ungefähr 90% des gesamten Getreides mit Maschinen geerntet. Auch die maschinelle Pflanzenpflege ist viel ausgedehnter als in den LPG. Die Behackung erfolgt im großen ganzen bereits als Maschinenarbeit, die Mechanisierung des Mähens ist jedoch in der Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe noch nicht ausreichend, weil es wenig von Traktoren gezogene Mäh- und Wendemaschinen gibt. Eine weitere Mechanisierung der Einbringungsarbeiten ist ebenfalls notwendig, da nur wenig Maiserntemaschinen, Stengelreißer, ferner Kartoffel- und Rübenernte­maschinen vorhanden sind, wodurch die Einbringungsarbeiten sich durch längere Zeit hinziehen. Der Transport verursacht weniger Sorgen, denn es gibt genügend Schlepp­maschinen und Anhänger. F) DIE MECHANISIERUNG DER VEG V. Kapitel ÜBERBLICK DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN RAYONS IM DONA U—T H EI S S-Z WISCHENSTROMLAND 1. Die Landwirtschaft des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes zeigt — wie schon aus der Darlegung der Pflanzenproduktion und der Viehzucht hervorging — bei weitem keine homogenen Züge. Im Gegenteil: durch die Mannigfaltigkeit der Natur­verhältnisse, die lokalen Anbautraditionen, die Unterschiede bezüglich der gebietsmäßigen Verteilung der verschiedenen Anbauzweige und der Intensität, ferner im Entwicklungs­grad der Waren- und Wertproduktion, der Verschiedenheit der Verwertungsmöglichkei­ten und der Marktverbindungen, haben sich im Donau — Theiß-Zwischenstromland Pro­duktionsrayons mit spezifischen Zügen voneinander abgesondert. Zur Bewertung der regionalen Unterschiede der landwirtschaftlichen Produktion, zur Feststellung verschiedener Produktionsrayons und ihrer Charakterisierung wurden die Naturgegebenheiten sowie die wichtigsten Resultate der Untersuchungen über die gebietsmäßige Verbreitung der verschiedenen Anbauzweige in Betracht gezogen. Beson­dere Berücksichtigung fanden die Boden- und Klimaverhältnisse, ferner die Anbauzweige und deren Struktur sowie das Anteilverhältnis der charakteristischen Pflanzen des Do­nau— Theiß-Zwischenstromlandes. Berücksichtigt wurde auch die Struktur der Vieh­zucht und ihr Entwicklungsstand. Diese, gemeindeweise durchgeführten Untersuchungen wurden ergänzt durch einige Indexziffern der Warenproduktion, ferner durch die bezirks­weise Untersuchung der Produktivität einiger charakteristischer landwirtschaftlicher Artikel. Schließlich wurde der Versuch unternommen, die landwirtschaftliche Wert­produktion des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes — in seiner Gesamtheit und für die verschiedenen Anbauzweige — ebenfalls nach Bezirken gegliedert, abzuschätzen. Durch Angaben, bezogen auf das Gebiet und die landwirtschaftlichen Produzenten, wurden die Untersuchungen zwecks der Umgrenzung der Produktionsrayons ergänzt. 2. Den Grüngürtel von Budapest charakterisiert der im Vergleich zu seiner Umge­bung niedrigere Anteil an Kartoffeln und schließlich der außerordentlich hohe Anteil an Gemüse und an Hülsenfrüchten. Der intensiven Pflanzenproduktion schließt sich eine Viehzucht von niedrigem Niveau an, der Milchversorgungsgürtel ist rückständig. 3. Das hügelige Sandgebiet ist der charakteristischste Rayon des Donau—Theiß- Zwischenstromlandes. Seine Ackerbauwirtschaft erreicht nur bei der Produktion von Grünzeug- und Gemüsearten ein hohes Niveau, die Viehzucht ist unentwickelt. Demgegen-22 Duna—Tisza köze 337

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