Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

2. Geflügelzucht Die Geflügelzucht war im Donau—Theiß-Zwischenstromland schon immer be­deutend, nicht nur für die Versorgung des Inlandsmarktes, sondern auch im Außenhan­del. Die Grundlage dieser bedeutenden Geflügelhaltung ist der gesicherte Markt (die Nähe der Hauptstadt, die Geflügelaufarbeitungsbetriebe von Kecskemét und Kiskun­halas) und das ausgedehnte Gebiet der zerstreuten Gehöfte. Vor dem zweiten Weltkrieg wurden im N des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes hauptsächlich Hühnerrassen gehalten, der S gehörte dagegen zu den wichtigsten Zuchtgebieten für Truthühner, Gänse und Enten. Nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Geflügelzucht viel an Bedeutung. Im Jahre 1967 gab es zwar mehr Geflügel als im Jahre 1935 (109%), die Zusammensetzung des Bestandes war jedoch wesenthch ungünstiger. Im Vergleich zum Jahr 1935 war die Zahl der Gänse (41%), Enten (62%) und Truthühner (75%) bedeutend geringer. Die Basis unserer berühmten Exportartikel (Truthahn, Gansleber) hat sich also verengt. Innerhalb des Geflügelbestandes herrschen sowohl in der Vergangenheit und ganz besonders gegenwärtig die Hühner vor. Im Jahre 1935 war ihr Anteil am Gesamtgeflügel­bestand 77%, heute jedoch 90,8%. Mit der Zunahme des Hühnerbestandes hielten die anderen Geflügelsorten nicht Schritt, vor allem nicht die Wasservögel. Den größten Teil des Geflügelbestandes finden wir in den Einzelwirtschaften (93,6%), während der Anteil des sozialistischen Sektors am Geflügelbestand sehr gering ist. Besonders die LPG halten wenig Geflügel. IV. Kapitel DIE MECHANISIERUNG DER LANDWIRTSCHAFT A) DIE GEBIETSMÄSSIGE VERTEILUNG DER MASCHINENSTATIONEN Die zeitgemäße landwirtschaftliche Produktion kann die Technik, die Anwendung von Maschinen, nicht entbehren. Daher war die Organisierung der Maschinenstationen eine Notwendigkeit. In Ungarn arbeiten Maschinenstationen seit dem Jahr 1949. Im Donau—Theiß-Zwischenstromland sind seit dieser Zeit 34 Maschinenstationen ins Leben gerufen worden. Eine Maschinenstation verfügt durchschnittlich über 48 Kraftmaschi­nen. Vom Standpunkt der Produktion ist die territoriale Verteilung, Lokation und Dichte der Maschinenstationen nicht gleichgültig. Die Mehrzahl der Maschinenstationen des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes ist vorteilhaft disponiert. Sie liegen im Mittelpunkt ihres Rayons und auch das Straßen­netz entspricht den Bedürfnissen. Es gibt jedoch einige Maschinenstationen, die am Rande oder in einer Ecke ihres Rayons liegen, wodurch entferntere Arbeitsgebiete nur mit großem Verlust an Zeit und Betriebsstoff erreicht werden können. Wiederum bei anderen Maschinenstationen ist das Straßennetz nicht günstig oder verursachen die Höhenunterschiede Schwierigkeiten. Das System der Brigadeunterkünfte erleichtert die Situation dort, wo die Maschi­nen ständig unterwegs sind. Die Brigadeunterkünfte sind ehemalige Maschinenstationen, die ihre Selbständigkeit verloren, weil sie sich wegen ihres zu kleinen Rayons als nicht ebensfähig erwiesen. B) ALLGEMEINER ÜBERBLICK ÜBER DIE MECHANISIERUNG Vor dem zweiten Weltkrieg war die Mechanisierung der Landwirtschaft im Donau—Theiß-Zwischenstromland sehr rückständig. Um die Mitte der dreißiger Jahre war der Traktorenpark dieses Gebietes nicht mehr als 35% des heutigen; es kam noch dazu, daß die Kapazität der Kraftmaschinen nicht an die heutige heranreichte. Die größere Dichte des Traktorenparkes konzentrierte sich damals auf die Großgrundbesitze, welche die guten Lehmböden einnahmen; auf Sandböden arbeiteten Traktoren kaum. Die Landwirtschaft des befreiten Landes bietet schon ein völlig anderes Bild. Im Donau— Theiß-Zwischenstromland wird die Arbeit der Menschen von nahezu dreimal soviel Maschinen unterstützt als vor 20 Jahren und auch der Maschinenmangel in den Sand-334

Next

/
Oldalképek
Tartalom