Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)
Irodalom
Die Verteilung der Anbauflächen im Donau—Theiß-Zwischenstromland zeigt sowohl gegenüber den benachbarten Gebieten als auch im Vergleich mit der Anbau- Struktur des übrigen Landes abweichende, lokale Besonderheiten. Die gesamte Anbaufläche aller Getreidearten bleibt um einige Prozente unter dem Landesdurchschnitt, dagegen ist jene der Hackfrüchte tun ebensoviel größer. Die Anbaufläche des Rauhfutters beträgt im Vergleich zu ihrer Saatfläche im ganzen Lande nur ein Drittel, dagegen erfolgt der Anbau von Ölpflanzen, Grünzeug und Gemüse in bedeutenderem Umfang als im Landesdurchschnitt. Das Donau—Theiß-Zwischenstromland eignet sich weder hinsichtlich seiner Bodenverhältnisse, noch bezüglich seines Klimas zum Anbau von Getreide. Trotzdem nehmen den überwiegenden Teil (73%) der Ackerfläche die Getreidearten — Reis, Hirse und Mais miteingerechnet — ein. Früher lag unter den Brotgetreidearten der Roggen vor dem Weizen an der Spitze, gegenwärtig ist ihre Anbaufläche die gleiche. Die Bedeutung von Mais ist immer mehr gestiegen: seine Anspruchlosigkeit, die vielseitige Verwendbarkeit, haben die dort sehr schwache Ernten Uefernden Gerstenarten bzw. den Hafer, von den Sandbodenflächen verdrängt. Auf die Verbreitung des Weizens sind in erster Linie die Bodenverhältnisse von Einfluß, er ist deshalb im Donau—Theiß-Zwischenstromland hauptsächlich eine Pflanze der Randgebiete. Auf den sandigen Gebieten ist sein Anteilverhältnis gering. Er wird zu 96—98% als Herbstsaat angebaut, die Frühjahrssaat kommt nur als Nachsaat bei Frost- oder Wild Wasserschäden vor. Die Durchschnittserträge zeigen ähnliche territoriale Abweichungen. Die gleichmäßigsten Ernten liefert er am N- und am S-Rand, während die Ernteergebnisse auf dem Sand außerordentlich niedrig sind. Der Roggen zählt in Ungarn nur als zweitklassige Getreidepflanze und man baut ihn nur dort an, wo der Anbau des Weizens nicht mehr, derjenige des Roggens aber noch möglich bzw. rentabel ist. So wurde der Roggen, obwohl seine optimalen Anbauflächen die Lehmböden wären, die hauptsächlichste Brotfrucht der Sandböden. Seine territoriale Verbreitung ist derjenigen des Weizens entgegengesetzt. Deswegen wird er dort kaum angebaut, wo seine Ertragsdurchschnitte am höchsten sind, dagegen sind dort, wo der Anteil seiner Anbaufläche besonders hoch ist, seine Ernteerträge niedrig. Der Anbau von Reis erfolgt entlang der Donau nur im Rahmen von Versuchen. Für die Wintergerste bieten die Randgebiete entsprechende Naturvoraussetzungen. Der Anteil seiner Anbaufläche, an einzelnen Stellen auch seiner Ernteerträge, übersteigen den Landesdurchschnitt. Seine Anbaufläche hat sich in den letzten Jahrzehnten verdreifacht. Der Anbau von Sommergerste ist dagegen im gleichen Zeitraum stark zurückgegangen. Sie wird im N- bzw. fallweise im O-Randgebiet in größerem Maßstab angebaut. Dagegen ist ihr Anbau am O-Rand des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes bedeutend, der bereits zum Braugerstengebiet des Landes gehört. Die Anbaufläche des Hafers ist im allgemeinen gering, die Verteilung der Erntedurchschnittswerte widerspiegelt die günstigeren Naturgegebenheiten der Randgebiete. Die Hirse wird lediglich wegen ihrer Anspruchslosigkeit an einzelnen Stellen in imbedeutendem Ausmaß angebaut. Der Mais, in den letzten Jahren die Pflanze mit der größten Anbaufläche im Donau — Theiß-Zwischenstromland, ja sogar im ganzen Land, wird besonders in der NW-Ecke unseres Gebietes in großem Maßstab, auf 30 — 36% der Ackerfläche, angebaut. Außerdem ist sein Anbau auf dem Gesamtgebiet des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes allgemein verbreitet; die Ernteerträge sind dagegen schwankend: in den Randgebieten erreichen, ja übertreffen sie das Landesniveau, auf den Sandböden bleiben sie darunter. Unter den Wurzel- und Knollengewächsen ist die Anbaufläche von Kartoffeln am größten, obwohl das hügelige Sandgebiet für sie nur ein drittklassiges Anbaugebiet ist. Auf dem Sand degenerieren die Sorten rasch. Sie wird besonders im Umkreis von Budapest, in erster Linie als Frühkartoffel, angebaut. Für den Anbau der Zuckerrübe ergeben sich wiederum nur in den Randgebieten geeignete Naturbedingungen, diese Gebiete sind auch den Zuckerfabriken am nächsten gelegen. Die Ernteerträge erreichen und übersteigen stellenweise das Landesniveau. Die Verwertung der Nebenprodukte ist noch nicht zufriedenstellend, obwohl diese eine sehr wertvolle Futterbasis für eine intensive Viehhaltung darstellen. Die Futterrübe besitzt zwar analoge Ansprüche hinsichtlich des Klimas und der Böden wie die Zuckerrübe, trotzdem ist ihr Anbau ein allgemeiner, weil sie die einzige, 2. Die räumliche Verteilung der ackerbaulichen Produktion 326