Bizalmas Értesítések 1938. augusztus

1938-08-22 [1494]

0 Ma/Ke F r a g ', ÉS. Au-ust. j rri • ^ Zc r- ?n Montag r%det aus Bled: Waehrend der Konferenz der Kleinen-Entente-Staaten wírd líinisterpraesi dent und Aussenninister Stojadinowitsch. seine beiden Ministerkollegén aus Prng und Bukarest kei­non Augcnblick darüber in Zttcifcl lassen, dass Südslawien auf eine rasche­re Bevision des Verhaeltnisses zu Ungarn allergrössten Wert legt, dass orfnit den bisherigen Tenpo. nit dem die angekündigten 7. Bespre­criungen betrieben TS érden sollten, keineswcgs zufriedengibt und dásta Sud­slav/ien, fallá cine Einigung aller drei Staaten nit Ungarn nicht in abseh­barer Zeit zu erzielen sei, aus seinen vitalen Int éressen heraus sich vcrpflichtet fühlc, oigcne Wege zu gchen. /WlJ r^urÁ^ 0 Ma/Ke P r a g , 22. August. Uner die künftige Regelung des Verhaeltnisses der Kleinen­Ertcntc zu Ungarn schrcibt die offiziöse Prager Presse unter Andorén: Die Hauptproblenen. un die es sich hier handelt, sind ei­nerseits die Lcgalisierung der Aurrüstung Ungarns durch Zustimnungsdrklao­rungen der Klcinen-Bntente-Staaten, andererseits der Austausch von Nicht­angriffscrklaerungcn zuischcn den beteiligten Staaten. Die diesbozüg­licnon Verhaadlungen, dio in Geiste gegenseitigen Vertrauons geführt wordeö, wurden in der letzten Zeit dadürch auf^ehalten, dass von Seitcn ungarns Differonzen zv/ischen den e inzelnen Staaten der Heinen-B::tente gonaent yurden, die nit derén Einheifclichkeit und polit iseher Gloichrich­tung nicht vereinbar sind. Danit konntea sich náturgeoaess weder der un­nittclbar betroffene Staat - in dicsen Falle die Tscheihoslowakei - noch die beiden anderen Partner cinverstanden erklaércn, da sie sich in ihren Entschluss, durch eine Verstaendigung nit Ungarn Ginen neuen Beitrag zur­Beruhigung des zentraleuropaeischen Rauncs zü loisten, ebenso einig sind, v/ie in ihren Y'illen, wciterhin aboolut konforn vorzugehen. Auch in"die­ser Frage wird Bled nur die crneute Bekraeftigung der bisherigen Haltung der drei Staaten bringen. Die Kleine-Entente-Staaten hoffen jedoch, dass ihre inner wíeder klar zun Auedruck gehrachtex Verstaendigungabereiischaft auf der anderen Seite das erforderliche Echo findet und dass Üagarn ­ohne etv/a frenden Einflüsscn und unrichtigen áugenblicksbestirjninrjL, Erv/aegungen Rauc zu gebén - in geneinsamen Interessé aller Beteiligten einer Konsolid ierung 'der Vorhaeítnisse in Denauraun den Ver rang gibt. Man wird auch bei dieser Frage annennen können, dass die Bes chilissé von Bled insoferne eine Entscheictung bringen, als sic den Weg für weitere Verhandlungen freilegen und ébnai. Das Prager Tagblatt schreibt in aehnlichen Sinne und fügt hinzu, dass . . w . •. T ... bei der Erörterung des Ver­haeltnisses zu Ungarn auch w dic gleichzeitige Reise des Reicnsverwesers von Horthy nach Deutschland eine Holle spielen wifíL Lidove Noviny schre-iben unter den TitclJ^i i. *.rk • •<^i*" w " y.c >.i "Ungarn weicat einer Einigung aus" u.A.: Auf einnal beginnt nan von ungariseher Seite aus zu foraern, die Tschecho­slovrakoi nőgo zu woitercn Mincferneitenverpflichtungen ihre EinuiIli gang geben, als Rumaenisn und Sudslauvien tat. Vorher ' zc' "" • 'a besebwerten sich die Ungarn am hof tigsten gegen Rumacnien und_ deuteten an, dass mit der Tschechoslowakei am leientesten ' r: k — r "x *-J: eine Einigung über die Minderheiten zu erzielen sei. Der plötzliche Tíandel Ungarns haengt of fensichtlich mit der Gesamtentvíicklung der inter­nationalen Situation und vor allém mit den Rücksichten gegenüber Dcutsch­lan d zusanmen. /MTI/

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