Bizalmas Értesítések 1938. június-július

1938-07-15 [1493]

:: M Ha/Vi Berlin, 16. Juli./Magyar Távirati Iroda/ Der Budapestéi" Berichterstatter der Deutschen Allge­meine Zeitung bescháftigt sich in einem lángeren Artikel mit der Rom­reise der ungarischen otaatsmánner.; 0 BinleiteM stellt der Verfasser fest, dass Itali ens Interessé an den Donaufragen nicht im geringsten nachgelassen hat. Nach einer Schilderung der Bntwicklung. der italienisch­ungari schen Beziehungen seit 1927,gibt das Blatt seiner Überzeugugg Ausdruck, dass in politischer fíins ícht in Rom keine dberraschung zu erwarten sei. Die Achse wirkt sich auf die Bntwicklung der Donaufragen entscheidend aus. da si e eine Befriedung. der Donaustaaten herbeiíühren will, im Ge 6 ensatz zu Bngland und Fran::reich ? die die Agrnrkrise unge­lös t lassen und durch Gewáhrung gix>sser Kredite den sozialen Unfrieden in den Donaustaaten vergxössern. Auf die wei tere Bntwicklung der i tali enis chen Zusammen­arbeit im Donaugebiet übergehend, erwáhnt das Blatt- die italienisch­jugoslawischenTund ungarissh-jugoslawischen Annáherungsvei'suche und sagt dann, da.ss wánrend der Dreierkonf erenz von Január di eses Jahres Italien weiterhin mehrfach seinem Wunsch Ausdruck gégében hat, Ungarn und Ru­mánien möchten sich ebenfalls verstándigen. Man nohme in ungarischen politischen Krei sen an, dass anlásslich des Aufenthaltes Imrédy und Kánya in Rom auch ietzt dieser Wunsch von i tali enisch er Seite zum Ausdruck gebracht weraen wird. Auch habe es den Anschein^ als ob di e Frag e der Annáherung zwischen Ungarn und Rumanien gerade jetzt von Bngland sehr eifrig betrieben würde. Bnglands Hof fnungen auf eine Umstellung der ungarischen .' •.• politischen Richtung von der Achse Berlin-Rom nach London-Paris hin hat sich in letzter Zeit als trügerisch ervdesen. Nun versuche Bngland offensichtlich auf dieser Weise zu einem gewissen Bin­iluss in Ungarn zu gelangen. Denn es liegt nun einmal auf der Hand, dass Ungarn das grösste Interessé darán habén muss, seine Beziehungen zu Ru­manien ebenso zu bessern, wie di es hiiisichtlich Jugoslawien schon ge­schehen ist. Ausserdem gibt es auch innerhalb des ungarischen Regierungs­apparates gewisse Kreisen, die selbet eine engli sche Vermutung nicht aus­schlagen wúrden. wenn damit der Druck an Ungarns Ostgrenze gemildert werden könnte. Denn Ungarn hat immer die Linie veriolgt, die Grassmocht­einflüsse innerhalb semes eigénen Ausstrahlungsgebicues möglichét aus­zugleichen und Konf liktmöglichkeiten auszuschalten. So wird es sich in Rom jetzt in politischer Hinsicht in erster Linie auch nur um einen Gedankenaustausch handeln. In wirt­schaítlicher Hinsicht aber liegen die Dinge eben doch so.- , dass Ungarn den italienischen Markt braucht und Italien der ungarischen landwirt­schaftlichen Brzeugnisse bedarf. An dieser Tataaohe könnon weder die kleinlichen Z-* Störungsversuche der Pariser Poli tik, noch diegross­angelegten politischen und wirtschaftli chen Bxpaasionsbestrebungen Bng­lands etwas ándern. Ungarn. ist bestrebt, f rcundschaftlich e Bezi ehungon zu möglichst vielen Grossmu,chten anzuknüpf en. Aber noch niomals hat man in der Ofenburg^ darán gedacht, für neue ircundschaftliche Beziehungen alte bewáhrte Jrreunde áttfzugeoená

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