Bizalmas Értesítések 1938. május

1938-05-25

/Angriffs Artikel, Forsetzfing/ Br erinnert an Papst Sylvester II., der im Jahre 1001 dem ungarischen Herzog Stefan Waik die Königskrone schickte, die heute auch das nationale Symbol des Landes ist. Aber Kardinal áerédi ver­schweigt, dass hinter Papst Sylvester der deutsche Kaiser Ottó III. stand, der Ungarn die poxitische Unabhangigkeit unter der Oberhoheit der sehützenden Reichsgewalt schenkte. Er verschweigt dass Stefans Gemahlin Gisella, die Tochter des Bayern-Herzogs Hemrich, des spHteren dentschen Kaisers war. Br verschweigt erst recht, dass nicht der Papst Innozent XI. war, der Ungarn von der Türkenherrschaft befreite, sondern ein vorwiegend deutsches Reichsheer. Und jedermann weisst es hier , üie Leute reóen davon auf der Strasse: Die Deutschen mussen endlich helfen, dass es in Prag anders wird, ehe dieser Benesch die Bolschewiken an die Donau ^ holt, "Sfe kommen aus Deutschland, sie sind alsó auch katholisch. Wir müssen zu­saramen gehen gegen. die Preimauern und Bolschewisten'M Aber Berr Benesch ist ein Preund des Papstes und seit 1935 nicht nur Grossmeister der ho^ge, sondern auch Bekenner der katholischefr Idee. Darum werden die Juden weiter zum heiligen Vater beten, jetzt erst recht, wo ein Kardinal der römischen Kirche gegen die neuen antijüdischen Gesetze Ungarns protestieri hat, und am Mittwoch 17 Kardi­nále, 300 Bischőfe und hunderttausende Pilger aus allén, fast ailen L^ndern und Brdteilen in das—selbe Horn stössen werden: Der wahre Staat ist dort, wo die menschliche Persőnlichkeit und ihre Freiheit durch das Recht geschützt sind, nicht aber dort, wo ein machtiger lille das Ganzé bestimmt. In einer in Budapest erscheipenden franzósisch^n Zeitschrift "La Nouvelle Revue de Hongrie", die hier s%t Jahren das Sprachrohr des politischen Katholizismus ist, hat für den 1X.XIV. Eucharistischen Welt­kongresses Professor Goyán eine katholische Leuchte der Krönung Stefans die naive Fornei geprágt:"Die Krőnung Stefans war der Sieg der aposto­lischen Pláne, denn er nutzte seine neue Gewait nicht aus, um auf unga­rischer Brde das zu schaffen, was man heute ein totalitares Régime nennen würde," Zu diesem Glauben soll alsó das ungarische Volk durch den Kongress überzeugt werden. Die Zeitung des Puoe»s Popolo d»Itália fragte unlangst bei einém anderen Anxasz den Papst, ob er wirkiich aus dem Kreuz Christi eine politiscne iíaff e gesen das . Öakenkreuz uiachen wolle. »Yir schliessen uns ' - dieser *rage án. Das ungarische Volk aber wartet in fieberhafter Spannung auf Nachrichten aus Berlin, aus Berchtesgaden. Als ich am Montag in magya­rischen Zeitungén herumsucnte, um in der""unverstaendlichen Sprache ein ^eichen von dem Ereebnis der Wahlen bei den Sudetendeutschen zu entdecken, rief ein Premder & mir in deutscher Sprache zu: "Es sind 88 Prozent bei Henlein. Es ist genug. Ich wünsche Ihnen Glück. Es ist der Sieg auch für unsl" Der Volksfrontkardinal Pacelli, der am gleichen Tage hier eintraf, ist schon fast nicht mehr aktuell. Die Hilre, die er aus Rom bringt, íird im Augenblick hier garnicht gebraucht, es sei von den Juden.

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