Bizalmas Értesítések 1935. április-június
1935-04-01 [1486]
n : : s e r 1 1 n, i-. APrii./ ng.Tei.-.'^oi r.-ríureau/ uie berliner Presse béschaftigt sich in ingeren Berichten tnit dem ungari~chen Wahlresultat, \.m allge^einen wird. der grosse .ahlsieg der Hegierungspartei unterstrichen and betont, dass v inis teror,'si dent G- tr^ös und seine Partei bereits bis jetzt rcehr als die H&lfte d.er "andaten orrungen habén. Es idrd ébenfáiig in jeder Feldung die Niederlage der I eg' titnisten hervoigehoben und. auch narrentlich die Tatsache betont, dt'ss"die als deutschfeindlich und. französenfreundlich bezeichneten . Abgeordneten f'arkgraf : D al n avicini und Bajcsy-Zsilinszky bei der gestrigen ''hll durchgef al'.en sind. $0 Yexschiedene Eigenber, chte der einzelnen 7 ei tungen be^ sch,,f tigen sich auch mit der Tatsache, dass die T 'andidsten des ung/r^landiscnen Deatschtums nicht durchsetzen konnten. Per Budapester orrespondent des Berliner Tageblattes bernerkt hiezu, dass '• aus den "-ahfkreisEr des Pr. Kussbach und Pr. Basch die ernstesten.••. T Plagen einfreffen. Pie Behörden hatten í'ilitr'r in diesen fahlkreisen gelegt und in vielen Wahilokalen » • die inhanger der beiden deutschen ^ancíidaten überhaupt nicht zur i'b stitronung zugelassen wordeiu In das nemé Parlament führen aber imrerhin einige deutschsnrachige Abgeordneten ein, zatr Beispiel Láng, >Qein, Pdesz, Zérmann, Pintér, die aber nicht auf dem Boden des deutschen ?'ind ...rheitenprobleras stehen, sondern anderweitige Parteirichtung vertreten. Per Ickalanzaiger nimn-t in seinem kurzen Bericht von den A'ahlen ebenfalls Bezúg auf die angekliche Behinderung der deutschen iünderheit. Aufsehen erregend berichtet die inj ScherlVerlag erscheinende grosse obortagezeitung, die berliner Ulustrierte Wachtausga.be von der angeblichen Verfolgung der deutschen Pinderheit bei den tahién. Pa^ Blatt ; ioe/schreibt seineo iiesbézsUglichek Bericht an ejster Stelle des Bla + tes Olt der vierspaltigen über die ganze Breite des Blattes durchlaufenden iitel, die als -jchlagzeile der Zeitung gedurckt wird: TT nerhorter fferror gegen die deutsche Minderheit bei\den" ^áhlen in üng^rn. i lm ArtikeL/der an erster Stelle in der Zeitung abgedruckt ist, heisst es unter anderem: Pas fiir uns,, Deutsche, fcedauerliche Ergebnis der gestrigen Wahlen ist die Tatsache. dass infolgeder brutalsten Unterdruckungsmassnahmen die deutsche Minderheit keine ihrer v ier Kandidateu iurcnbrachte* In allén Bezirken der deutschen Minderheit wurde auf die iÁf&hler des ungarlándischen Deutschtums von den Eehcrden ein unerhörter Terror ausgeübt. Bach den Berichten der offizic! len Vertre tung der deutschen Minderheit in Ungarn sind schatzungsweise alléin in zwei Wahlr-ezirken annánernd 4000 deutsche Wáhler gewaitsam darán gohindfrt vorden. ihre Stimmt abzugeben. Der Korrespondent berichtet dann drruber, dass Dr.Kussbach vergeblcih versuchte, beim Ministerprasidenten zu intertenieren* Der Grund für die Niederlage des ungarlándischen Deutschtums ist nur darin zu suchen, dass die Behörden in den deutschen Wahlbezirken cinen ungeheuren Bruck auf die deute chen W&hler ausübten. Im Wahlbezirk Bonyhád und in Soroksár wurden Militárabteilungen mit MaschiLengewehren in zahlreiche deutsche Dörfer entsandt* In Soroksár liessder Torsitzende der Wahlkommissicn riele hunderte von deutschen Víahlern einfach nicht mehr.abstimmen u.nd erklárte die Wahl vorzeitig für geschlossen. lm Eűle des Berichtes bernerkt dann der Korrespondent nach Aufzahlung des zahlenm&ssierer. Wahrresultates. dass der Nationalsozialis t Gráf ^estetic©^ gewahlt wurde und dass áie als Deutschf einde geltendgi Markgraf Pallavicini. Ba^osy-Zsilinszky und Max Jenyí bei der Víanl durchgefallén sind, /UTKB/