Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-01-25 [1481]

I i e n, 25, Január,/Ung*Tel.-Korr.-Buresa Die Wiener Neuesoen Nach.rich.ten habén einen Prager Bericht unter dem Titel; "'Beginnender Sturz der tschechisen Krone ;! im-Zusammenhange mit Export­föruerungsplci-nen des Finanzministers English. Kö/Vi I :: B e r 1 i n, 25. Januar./Ung.Tel.-Korr.-Bureau/ Der Buda­pesté r Berichterstatter des Völkischen Beobachjös schreibt noufce in einem ;, Aussichtslose Stellung'der ungarischen Legitimisten' betiteljten Artikel Uber die Entwicklung des Legitimismus in Ungarn. _Es heisst darin unter Anderom: Die liberale, die demokratische und diej jüdische Presse", die diese Ideang^ngen der Legitimisten und die Bef 'átrwörter der Donau­föderation unterstützt, sagt es of fen'aus, dass der Besnch Suvich die Einleitung einer Entwicklung' bedeutet, die sich in der Linie der le­f itimistischen Bestrebungen otwegt, Preilich ist diese Pestsoellang er liberalen und - wir kőimen hmzufugen - der dcutschfeindlionon Presse,mehr ein "Tunsch, der sich weder mié der amtlichen ungarischen Politik noch mit den realen Aussichtsmaglichkeiten der Entwicklung im Donaubecken deckt. Perner beschaftigt sich der Artikel mit der Propaganda der Legitimisten in der Provinz und sagt: Die legitimistische Beweguag entbehrt jeder Durehschlags­kraft . Es ist begrefflich, wenn die vor einigen Monaten eingesetzte Propaganda der Legitiaisten auf dem Lanae ein völliges Fiaskó er­litlen hat, Spdterhin beschaftigt sich der Artikel mit der Rolle des katholischen Episcopats,indem festgestellt wir.., dass die ka tho­1 ischen Bischöfe zwar prinzipiell zum Legitimismus ne igen, aber In der praktiarchen Politik denr ungarischen Ministerpr<sid.enten vöTág unterstützen. Der Artíkel beschaftigt &ich auch geschichtlich mit dem Kampf des ungarischen Kleinadeis, der in der G-esci: ichte gea-en die Habsbürger und Wien war. Der ungarische Freiheitsgedanke wird charak j­terisiert durch die f'olg-nden Wwrte: Wir hungern, aber sind wir Frei* Die heutige ungarisene Regiéiung erklart auch allén Lockrufen und Be­strebungen der grossen und der Heinén Enfcente den Kamof. Sámtliche patriotischen und nationalen Vereinigungen bekennen sich zu der Führer^ schaft des Ministerprasidenten Gömbös. Auch hat der Sieg des National­sozialismus in Deutschland auch in Ungarn eine Atmosphare entstehen lassan, die für den áutoritaren Gedan&n g.nstig ist, Das info3-ge der wirtschaftlichen Not müde gewordene ungarische Volk beginnt sich von der Demokratie und den demokratischen Schdagwörtem zu ' : distanzio ren., es will geführt werden. In dieser Atmosphare aber hat der Le'gitimsmus, der mit demokratischen Schlagwörtern wirbt, keine Aussicht auf einen Erfolg. Ministerprasident Július G-ömbös, beziehungsweise die Politik die Gömbös vertriU, beherrscht heute unumsehránko das Feld. Solange aber dieses Regima am Ruder ist, si.d'alle politischen Extratouren m Vorninein zum Scheitern verurteilt, ganz gleichgültig, ob Július Gömbös, ^ra:° Bethlen oder aber ein andere PolitiSer den Szepter in der Hand hat. Die wirtschaftliche Lage TJngarns ist gewiss schwer, derUngar aber ist ein geborener Jurist und Politiker, bei dem die politischen Gesichtspunkte mit grösserem Gewicht in die aagsehale fallen, als die wirtschaftlichen und alle staatspolitischen Kombi . nationen, Iie im Donaubecken nur eine wirtschaf tliche Regelung, nicht' zugleich, abér auch eine politische Regelung der Verhaltnisse herbei­fiinren wollen, werden von Ungarn abgelehnt. Der Artikel schliesst: ungarn arbeitet und kampft für eine Position, die ihm im Donabecken kraft seiner Vergangenneit. seiner Kuitur und semer geographi schen Lage kagx gebührt. Kö/Vi _ _ z,

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