Bizalmas Értesítések 1934. január-június
1934-03-13 [1481]
I Berlin, 13. Marz. /Ung.íel...-Korr.-Bareaa/ Der Wiener Borichterstatter der DtsUtscht-n üllgemeinen Zeitung beschaftigt sich in einem láng^ren úrii^l mit der italienischen Aussenpolitik im Donauraume. Er stellt die Bestrebungen Italiens fest, die seit laneerer Zeit dahin gingen, eine sichere jjnschlusssphare politischer und wirtschaftlicher urt im Donauraume zu schaffen. Italléans Bemiihungen, österreich und Ungarn wirtschaf tlich ... ~ einzuschalten, wird stufenweise verwirklicht• Die erste Etappe scheint die Römer Dreierkonferenz zu sein, Der Berichterstatter ist der Meinung., dass frankreich, welches sich am Anfang ge^en dío mussolinischen Piaene wnndte, jetzt, wo es sieht, dass sie nicht zu v'erhindorn sina, sich grosse Miihc gebe, die kleine Entente zu beeinflussen.damit der auch von Prankreich gewünschte mitteleuropaeische Wirtschaftsblock sustandekommt. Der Berichtersta ter erinnert an die Besprechungen von Riccione im Aügust 1933,! 7gesagt wurde, dass eine Zusanmenarbeit Osterreichs insbesondere mit Italien und Ungarn und, sowcit, wie möglich, auch mit Deutschland. verwirklicht werden soll. In Dieser Form lag eine Aufforderung an Deutschland, zur Mitarbeit. x'juch die veraenderten politischen Kulissen lassen das, was dawvpls eine bed ingéé . Einladung an des * l eich war, immer noch ,ls Handrr.be verwenden, um diese Mitarbeit herbeizuf Uhren, ~f aU Die Vossische Zoi tung mej.de t D.US Rom, doss die Verhandlun*gen von irei Prinzipien geleitet sein sollen: 1„ Die ^nerkennung des vallon Rechtes Osterreichs und Ungarns iuf ihre Unabhaengigkeit. 2,/ Dio Notwendigkeit, innen jené Vorausse tzungen zu sichern, die zu ihrer Verteiügung er F <S>rderlich seien. 3,)T>£ r r>. tsacne, dass liese Zusammenarbeit ihnon vor allém von Italien mgeboten wor'en sei, nachlem lie -.nderen Laender sich auf eine feiníliche Inaktivitást beschraenkt hatten. Kö/Kö > • | :: B e r 1 i n , lS.Maerz./Ung.Tel.-Karr.-Bureau/ Der Völkische Boobachter beschaef tigt sich mit der Römer Dreierkonf erenz und schreibt: Wenn Deutschland garantiert wird. dass Österreich nicht-. wie bisher, iedem Geldgeber folgt, sondern es mit seiner Unabhaengigkeit ernst memt, gegen die ihm auferlegten Pesseln Front machén wird. so dass Deutschland sicher sein kann, wenn es mit Österreich spricht, fand . . verhandelt. wirklich Österreich vor sich zu habén,scheint sich ein grósses Sebiet freundsehaf tlicher wirtschaf tlicher Zusammenarbeit zu eröf "nen, das verschlossen war. Jedenfalls laesst sich vermutén, dass ein seine Unabhaengigkeit restlos verteidigendes Üsterreich mit uns in bestén Beziehungen lében wird, was bisher, da Österreich nicht mehr österreich war, nicht der Fali war. Man hört zwar von der italienischen Seite. dass eine Anerkennung der.österreichischen Selbststaendigkeit /gMich Únabhaengigkeit/von Seiten Weutsclands, sowie eine Versöhnung zwischen den beiden, von Italien nur zu beflirchten wáren, da Italien dann die Ziele siener Donauraumpolitik x nicht erreichen könnte, Wir können dies nicht glauben, da Italien immer gesagt hat, dassínur mit Deutschland diose friedfertigen Ziele erreichen kann, die die Völkerle* versöhnen und innen helfen sollen. Es sdllen sich die Donaustaaten verstaendigen unter der Voraussetzung ernster freundsehaftlicher Mitarbeit ieutsclands und .' " . Italiens , so wurde damit allengeholf en sem. Wenn alsó die ietzigen Verhandlungen in Rom diese Grundlinien einhalten • werden, so kann ma sich nur G-utes von innen verpprechen, iollten sie im Sinne der Brocchi-vertraege weitergeführt werden, S9 kann man annehmen, dass das Ergebnis ein recht mageres und unbefriedigendes sein wrid, dassi. sich dann die drei Laender wohl gewisse Vorteile bieten könaten, sich aber nicht zu einer Höhe erheben könnten, um das vorliegende grosse Grundproblem, das uns alle angeht, zu lösen. Kö/Kö ' ' /, ORSZAGOH I.CV£LTAH