Bizalmas Értesítések 1934. január-június
1934-02-24 [1481]
I ;: Berlin. 24. Február. /Uag.Tel.Korr.-Bureau/ Das Berliner Tageblatt schreibt zu den Verhándlungen Suvich' in Budapest unter Anderem: An zustaendiger Steile in Rom wird die Budapester Nachricht flir vollkommen falsch erklaert, dass..Suvich ein sogennantes OrganisationsStatüt zwischen Italéin, Ungarn und Osterreich in Budapest abgeschlosson habo.dná in Rom demnaécnst zur Unterschri ft komme. Geradezu phantastisch sei die Ausschmückung, dass solch ein schon dem Worte und dem Sinne nach völlig unvorstaendLicnos Organisat ions-Statut politischer Natúr nach dem Modell dor Kleinon-Entente gebildet werde und gegen diese gerichtet sei. Es müsse immer wieder wiederholt werden - so wird an zustaendiger Steile betont - dass die Absicbten Italiens in dem bekannten Donauplan festgelegt seinn, der au $ wirtschaf tlicher Hilfe für Osterreich und Ungarn a-sgehe und dass an dem italienischen Donauplan die kleine-Entente und Deutschland zur Mitarbeit berufen seien. Italien sei selbstverstaendlich nach wie vor für dio Unabhaengigkeit und territoriale Integritaot Österreichs, Darüber sei keine Dáskussion'möglich, aber in allén wirtschaftlichen Fragenj die das Donautal angehen^ rechne es solbstverst:.onolich mit Deutschland. Deshalb sei das von uns schon laongst demontierte Gorücht von einer Zoilunion zwischen Italien, Ungarn und Osterreich niemnls in Italien bekannt goweson und höchstens im Auslande vertvreitet worden. Es sei wedor von der "Kleinen Entente, noch von Deutschland, noch von irgendeinom anderon Stoate irgondetwas von der Entwicklung dor italienischen Politik im Donaubecken zu befarchten. Politisch bomorkenswert ist jedonfalls die Tatsache, dass im offiziellen Schlusskommuniké auch nicht mit einem Worte der Roilo gedacht wird. die Osterreich im Rahmen "des lobondigen Interossos Italiens im Dunauraum" seitens Italion zudiktiert sein soll te. Das Ergebnis soll nach dom Berliner Tageblatt sein: Somit hat sich durch den Besuch Suvich* in Budapest das bishorige Kraefteverhaoltnis im Donautal wenigstens nicht erkennbar geaendert. Prankroich und dio Kleine Entente wissen nach wie vor dort ihre gogenwaertige Position aufrechtzuerhalten. Unsor römischor ,Korrespondent hat nun_deutlicho Dómon tin orz'ülhlt. ' Dessen freu»n wir uná, aber, aber kb'nnen die italienischen Zeitungén sehr verwundert sein, dass alles, was die österrreichisch-italienischen Beziehungen angeht und in ihrer Verlaengerung die Beziehungen zvai schen Budapest "und Rom in Deutschland mit vermehrter Aufmerksamseit verfolgt wird? Die Germania schreibt unter Anderem: Jahrhunderte hinduarch bildete die italienische Freund_ schaft die Axel der ungarischen Aussenpolitik. Neuestens faellt die aeutsche Freundschaft bei den aussenpolitischen Kombiaationen Unearns zu-mindest mit denselben, wenn nicht mit noch grössereniGewicht i^sw He Wagschale, als die italienische freundschaft."Man ist sich bewusst, dass jeder Versuch, die Donauraumfrage ohne Deutschland lösen zu wollen, ein Sing der Űnmöelichieit sei. Darum würóe man amtlicherseits am allerliebsten eine Lősung sehen, dié die Deátechen und italienischan Interes:en miteinanJer in Eínklang bringt. Dies haelt man bei einer italienischen Politik auf w'eitere Sichoin Budapest nicht nur für möglich, soniern es dür^te auch im ureigensten Interessé Italiens liegen, Die Berliner Börsenzeitung bemerkt: Nicht nur die emsige faetigkeit les Herrn Banes, der das Gewicht der kleinen intente staendig zu'erhöhen sicn bemüht, soadem in artter Linie der Abschluss des Balitanpaktes ist es gewesen, der Mussolini veranlasst habén dürfte, den Versuch zü~machen. eine Bastillon des italienischen iainflusses in Donauraum aufzurichten, Die Deutsche Alleemeine Zeitun senreibt: : .eitgehende, konkrété Dreebnisse in der nichtung einer Zollunion o.er eines neuen Dreistaatehblocks hat Italien derzeit in Buiapest noch nicht erzielt, wean auch in dieser hientung manche seiner /ainsche laufen, ORSZ, - -LTÁR /Fortsetzung folgt/