Bizalmas Értesítések 1933. július-december

1933-07-19 [1480]

/-/ ?rag . 19. Juli. /Uhg. Tel. Korr. Burcau./ Dic Prcgcr Pro3sc schreibt nachtraeglich über die Wiener Reise des Mnisterpraesidenten Gömböa: Es wird der Wiener Reise Gömbös* eine vielleiccht den prakti­sohen Wert der Ergebnisse übersteigende Bedeutung gerade von jenen linkspolitischen nrcisen beigemessen, welchc schon scit Langem einer wirtschaftlichen Zusammcnprbeit Uhgarns und der Nachbarstaaten das Wort reden. Von dicsér Seite her wird im Zusammc-nhang mit der. Wiener Reise betont, dass os für Ungarn zweifellos wichtig sei, mit Österreich, als" cinem scincr Nachbarn, die Möglichkeiten für engere wirtschaftlicne Zu­gammenarbeit zu schaffon, Aber dieses Bestreben dürfte sich nicht auf Österreich beschraenkBn t sondem muss sich auoh auf die übrigen Nachbar­staaten ausdehnen. Y/enn die Belebung des Wirtschaftsverkehrs mit Oster­reich zu einer engeren Zusammenarbeit mit saemtlichen Donaustaaten führt, dann kann der Wiener Besuch Gömbös* für Dügatm unbodingt einen Erfo-lg bc­douten. Jodonfalls ist es als gutes Zcichcn zu betrachten, dass Gömbös in Wien nach den Bcsprechungcn Mit Dollfuss wicdcrholt betont hat, dass die ungarische Rcgiorung es für schr wichtig haltén würdc, dass die Do­naustaaten zu einer besonderen Wirtschaftskonfcrcnz zusammentreten, To/To -:­W i e n , 19. Juli /Ung. Tel.-Korr.-Bureau/ Unter dem ritel "Rumaenische Umstellung" veröffentlicht die seit Kurzem erscheinende nationalsosialistische Neue Wiener i'ageazeitung, herausgegeben von dem früheren Schőnerianer Kari Hermann Wolff, aus Bukarest einen Artikel, worin es heisst: Nur dem cberflaechlichen Beobachter möchte es scheinen, als waeren die „Interessen der rumaenischen Aussenpolitik wirklich für alle Zeiten mit denen der fsohechoslowakei und'dahinter mit denen Frankreichs konform. Dem ist aber nicht so. Nicht nur poli­tische, sondem áach wirtschaftliche Erwaegungen sind hier massgebend. Insbesondere aus der Umstellung der Wirtscnaftspclitik des neuen Deutschlands, das seinen Getreaderestbedarf nicnt'mehr aus tíbersee decken, sondern den Südosten berüoksi ont igen will, ergibts sich die Mőglicnkeit für Rumaenien eine neue Einstellung zu vollziehen. Man ist sich voll bewusst, dass diese auch eine Neueinstellung zu Ungarn im Gefolge haette, Der Realpolitiker Gömbös teilt nicht die-phan­tastischen Ansiohten seiner legitimistischen Mitbürger. Er weiss " genau, dass die östlichsten Komitate des altén Ungarns, die im We­sentlichen von Bomaeaén bewohnt sind, unwiederbringlicn sind. Sr hat auch Kennthis davon, dass die Siebenbürger Sachsen sich als die loyalsten Bürger des neuen Rumaehiens erwiesen habén. Man ist alsó in Rumaenien darán, mit dem Rechenstift in der Hand die MÖglichkeit einer Umstellung der Aussenpolitik, die Vorteile einer Lősung von der Kleinen Entente durchzüdénkben. Die wirtschaftli­ohenErfordernisse draengen zum Entscheid. Dass Deutschland von der ungarischen Ernte nicht weniger, als eine Millión Meterzentner ch~ nohmon will, hat der rumaenische Bauer nicht ohne Neidya in seinen Zeitungén gelesen und immer dringlicher wird der Ruf des Volkos, dem ungarischen Beispiel in der engeren Terbindung zum neuen Deutschland zu folgon. • • Gu/Gu

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