Bizalmas Értesítések 1933. január-június

1933-05-17 [1479]

fi B e r 1 i n , 16. fiai. /üng. Tel .-Korr.wBureau/ Die Deutsche Allgemeine Zeitung schreibt heute im Zusammenhang mit der Rede des Professors Bleyer über die lege des Deutschtums in ungarn u,A t : Das Diktat von Trianon nahm ungarn 2/3 seines Gebietes und seiner Bevölkerung. und in der Propaganda der Jtechbajp«n spielte nicht zuletzt die Assimilationspolitik des altén Ungarns eine Roll©, "Die klare Anerkennung und AchtungTdes kulturellen 3igenrechtes aller seiner Bewohner würdo eine nicht zu erschüttemde Gewaehr für den schliesslichen Erfolg des ungarischen Recfytkampfes gegen Trianon sein. Umso eigenartiger ist/ " dass oie ungarische; Minderheiten politik noch immer zögert, die aufgefah­rene Bahn der Uberfremdung zu verlassen. Wir verkennen nicht, dass die ungarische Regierung sich ehrlich bemüht hat, die gesetzlichen vorausse­tzungon flir die Pflcgei des Volkstums und ein ausrcichcndes deutsches Minderhc itsschulwesen zu schaffen, aber lei der werden die se Gesetzé noch immer von den untercn Behörden mehr oder minder sabotiert* Mit dieser Anteilnahmc - so schliesst das Blatt - habon wir stets das Schicksal un­sere-r deutschen "Vblksgenossen im Südostcn verfolgt und wir mcbhten unter dem starken Eindruck, den die Rede Bleyers ausübt, erneut der Hoffhung Ausdruok gebén, dass Ungarn die Zeichen der Zeit erkennen möge. Der Berliner BörsonkuriBr beschaeftigl sich in , einem aus­fUhrlichen Aufsatz mit dem Deutschtum im Donauraum. Über die Lage der ungarischen Deutschen schreibt das Blatt .u,A«: Zwar liess sidi aie Regie­rung ein Minderheitengesetz abringen. das, dem/Nationalitaeten ziemlich weitgehende Rcchte zusicherte, das aber von den ausführenden Organen dós Staates nicht im vollen Umf ange vorwirklicht wurde. Dicsér Zustand ist auf das s tar ke Nationalgefühl der Ungarsui zurüc kzuführcn, Immer hin hat cs dgjyAnschein. als seien in letzter Zeit die ungarischen Behörden zu cinem gewissen Einlenkcn béreit, als seien sic gecignet, de Versprechungen, Unterstützung der deutschen Schulen, für eine staerko­re Anwendung der deutschen Sprache: im Amtsverkehr, ausgedehnter zu erfül­len* Über die Deutschen in Rumánien schreibt dtann das Blatt, dass die Deutschen in die sem Lande, was ihre Kulturautonomie betrlfft,. einstweilen viel weiter seien, als ihre Stammesbrüder in Ungarn, Wenn a„ch den Sachsen in Siebenbürgen nicht ideál zugehe, so bleibt ihr Trost, dass sie wahrscheinlioh die bestgeschützte deutsche Minderheit in der Welt darstellen. Nach einem übernlick der Deutschen in Jugoslawien sclireibt das Blatt abschliessend: Trotz aller Bedrückungen beaucht man das Deutschtum des Südostens mit seinen etwa 2 Millionen Menschen nicht als gefáhrdet in seinem Bestand anzusehen, Dazu ist seine Verwurzelung zu fest, dazu ragt sein Kulturnivaau vielfach zu weit über das des Staatsvolkes hinaus. Die 2 Millionen Deutsuben im Donauraum sind zwar stets loyale Bürger ihrer Staaten gewesen, habén aber dabei niemals den Blick für inre kulturelle verbnndanheit zum Deutschen Reiche und Österreich verloren. Die se Tatsache der v erbundenheit art elit nicht nur kulturell , sondern auch wirtschaf tlioh ein wesentliohea Aktivum dar, Tó/Vá/To

Next

/
Oldalképek
Tartalom