Bizalmas Értesítések 1930. január-június
1930-04-15 [1474]
/V jL o nd o n,április 15. /fórgyár Távirati Iroda.// D-ilv • Herald becsi levelezője foglalkozik Windi sch-Greatz herceg rehabilitálása val es kiemeli, hogy a írn^knam isit ások célja fegvyerek beszerzése volt, v-lariint, hogv az elitéitokkel elég onjhén bántak. Windisch.Graetz újból szerepelni aknr a politikád életben és ezért 1 rehabilitaltatta megát. B e r 1 i n , 15. April. Alng.Tel.Korr .-*ureau/ Uber die Unterredung die der Korrespond ent des Tagos mit dem ungarischen Ministerpraesidenten in Rom geführrhat, verSffentiicht das Blatt unter Anderem noch Polgendes: ^o6> Der ungarische Ministerpraesident erklaerte, dass er es für verstaendlich halté, dass man in Berlin heutei Klaerung der Rheinlandfrage für das augenblicklich Wichtigste haelt^was aber den Brückenschlag zwischen Rom und JBerlin anbelangt, so sei er der Meinung, dass dazu zwei Ufer gehören. Das eine hier, das italienische ist, das glaube ich richtig zu empfinden - so erklaerts Gráf Bethlen - dafür-hereit. Es haenge nur von Deutschland ab, ob aus der Brücke etwas wird, Anscheinend sind jedoch nicht alle Kreise an dan Bau interessiert, Gráf Bethlen ist überzeugt, so sebre ibt der Korrespond ent. dass Mussolini ebensowenig wie Ungarn etwas unternehmen wird, was geeignex waere, den Prieden Europas zu stören. Beidé Staaten sind stark und unbeugsam, aber nicht angrifflich,in ihrem nationalen Willen. Zu diesen Erklaerungen schreibt im Tag Dr. Koppén Unter Anderem: Ungarn ist durch den Krieg noch weit haerter ge^sröffenj als Deutschland, hat zweidrittel seines Geeietes und dreifunftel seiner Bevölkerung verloren und ist genau wie Deutschland einer ÜwangsabrUstung unterworfenx worden, Wenn es trotzdem von Italien als Vindnicfaehig angesehen wird, so ist das ein Erfolg der klugen und würdigen ungarischen Staatsfiihrung, die es verstanden hat, den ídhtbehauptungswillen der Nation zu staehlen und alle Kraefte des Landes auf das Ziel eines machtpolitisch gesicherten nationalen Wioderaufstieges zu lenkai, Die Brücke nach Deutschland, die Mussolini durch Schoter önd Bethlen zu schlagen versucht, muss auf Grundpfeilern ruhen, die hanto ieider nur andeutungsweise vorhanden sind, Einer der wichtigsten unter ihnen ist das Bewusstsein, dass Deutschlands politisches Ziel nicht die Konsolidierung Versailles-Suropas sein kann, sondern der Vorkampf für die ^Revision aller Pariser Diktate. Víenn die deutsche Aussenpolitik von einer splenen Erkenntnis ausgeht, so kann es ihr nicht schwer fallen. die Brücke zu. beschreiten, die ihren Bogén von Berlin nach Rom spannt und bedeutende Auswirkungen nach Osten und Südosten ermöglicht, B e r 1 i n , 15. April. /Ung.Tel.Korr.-Fureau/ Der Pariser Serichterstatter der Deutschen Tageszeitung meldet, dass die Unterredung des Grafen Bethlen mit Mussolini in Frankreich ein gewisses Jnbehagen verursacht hat, wie man überhaupt die ganze mitteleuropaeischo PoiniK: Italiens dort mit dem grőssten írgwohn verfolet, Man ^efürchtetin Paris, dass Gráf Bethlen in R5m aufs Neue der Unteratutswng Italiens gegen die unnachgieMge tschechische Grossmannssucht versichert ^W.^tSSttttíuL es in gewislen Kreisen so-ar für möglich, dass Italim diese ^erstützun| Unparnt durch die Drohung verschaeríen werde. den ÍW?S?^JSg l SS&, zu ratifizieren, bis in Paris die Einigung u*er die Ostreparationen zustandegekommen sei. ORSZÁGOS LEVÉLTÁR