Bizalmas Értesítések 1927. január-szeptember

1927-03-10 [1471]

1927.március 10. l ^L r ^, szám. * * -0- London , 10 .Maer z. /Ung. Tol .-Korr .-Bureau. / Der Belgrader Korrespondent der Times reproduziert die Erklaerungen des gewesenen jugo­slawischen Ministers Markovics in der jugoslawischen Presse über seinen Bu­dapestor Bosuch;hervorhcbend die Anspielungen •auf den unsignierton unga­risch-jugoslawischen Vortragsentwurf .Der Korrespondent fügt hinzu ; Obwohl der Besuch amtlich als eine Privatangelegenheit bezeichnet wird;erjist /den­noch höchst interessant angesichts der Nachricht "fieo italienisch-runaeni­echen Übereinkommens betreffend Bossarabien und der geplanten Romreise des 3-rafen ßethlen. Dexa Ung. Toi »-Korr, -Bureau .vird aus London gemeldet : AnlaosslicTi. der geplanten Rororeise des Ministerpraesidenten Grafen Bethlen befasst 'sich Foreign Affairs in einem Artikel mit der gegenwaertigen traurigen Lage Fiume weiche als eine der tragischen Folgen des Weltkrieges bezeichnet wird.Zwei­hundert Jahre war Fiume der natürliche Hafen Ungarns und Kroatiens .Seino Wichtigkeit hat mit Riesenschritten zugenommen und es wurde zum schönsten und besten Hafen Europas eingerichtet,mit Docks,JBoloe und allen Hafenanlagen,wo' die grösston Schiffe zu Hunderten Unterkunft fanden.Seine grossartigen elek­trischen Kraene , Lagerhaeuser und Stappelplaetze hatten eine Ausdehnung von vielen Hektaren.Der Schiffsverkehr erreichte mehrere hunderttausende von Tonnen,der Reichtum der Bevölkerung nahm von Tag zu Tag zu. Der Unglücks jelige Friedensschluss machte alldem ein Ende.Eine verhaongnisvollere Aufteilung Fiumes haette man nicht ausdenken können.Jugo­slawien will natürlich keinen italienischen Hafen benützen und bevorzugt Susak.Die Italiener hingegen unterstützen Triest.was natürlich nur von kur­zer Dauer sein wird,da ja die tätliche,Rivulitaet zwischen Triest und Vene­dig, auch weiter besteht und am Ende Triest _den > kürzeren ziehen muss .­Fiume jedoch,die einst blühende Handelsstadt ist tot.Hotels und Lagerhaeuser' sind ausgestorben,das oinst pulsierende Leben stockt.Zur Mittagszeit sind die Strassen so leblos,wie ein englisches Dorf am Sonntag.Entlang des Ha­fens schlaeft das' Heer der Gepaecktraegor, die höchstens die Fahrgaeste der kleinen Dampfer von Abbázia bestürmen.Auch Abbázia,dieses einst so elegante Seebad ist dem traurigen Verfalle preisgegeben.Der Schmuggel von.Seide und Lcder ist der einzige Handelsbetrieb dieser Gegend. Dor Artikel schliesst mit dor Betrachtung,dass dio Südslawen weger dieser Erdrosselung der kroatischen Adria-Küste Italien gegenüber eine.pwige Erbitterung empfinden werdenSEino redaktioncllo Note zu Anfang des ATXIKOXB weist darauf hin,dass der bevorstehende Rombesuch des Grafen Botni-^ diesem Artikel besondere Aktualitact verleiht.

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