Bizalmas Értesítések 1927. január-szeptember

1927-02-26 [1471]

Bizalmas értesítések, 1927.február 26. SQ^zém. Wien, 26.Februar, /üng.Tel.-Korr .-Bureau,/ Der Abend und die Wiener Neuesten Nachrichten reagieren auf den Artikel des Pes­ti Hirlap über das Burgenland. Der Abend schreibt dazu; Das, Was der Pesti Hirlap sagt, ist ein offenes Wort. Wir hören da,wie siegessicher die Gesellschaft in Bu­dapest ist. Sie haben ja \ dank dem Entgegenkommen der christlich­sozialen Regierung im Burgenlande ihre Stützen in den einflussroichen Stellen. Herr Dr.Seipel wird sich natürlich nach wie vor bemühen, dieser Regierung Liebesdienste zu erweisen, wo er nur kann. Er wird die poli­tischen Gegner der Magyaronen im Burgenlande, die in Österreich Zuflucht suchen, ihnen wieder in die Haende spielen, denn letzten Endes sind ja Dr.Seipel und seine Getreuen eines Sinnes mit Horthy. Aber noch eins ist an diesem Gestaendnis der ungarischen Regierung bemerkenswert. Man sieht daraus, wie friedfertig dieses Ungarn ist. Buropa wird von Ungarn aus noch manche Überraschungen erleben. Die Wiener Neuesten Nachrichten sagen; Die Bekenntnis des Pes­ti Hirlap verdient immerhin beachtet zu werden, denn sie beweist, dass zwischen der selbstverstaendlich gebotenen Zurückhaltung der ungarischen Regierung und dem, was weite Kreise/, der Magyaren denken, ein scharfer Gegensatz bestoht. Im Burgenlande eine zielbewusste österreichische Be­sitzbofestigungspolitik gegen die magyarische Irredenta zu machen, ist also notwendig. Dass diese Besitzbefestigungspolitik nicht duroh Partei­aktionen' gemacht werden kann, das haben die Vorkommnisse von Somfalva erwiesen. -0- London, 26.Februar. /Ung.Tel.-Korr.-Bureau./ Man­chester Guardian meint, Italiens Annaeherungsversuche an Ungarn, Al­banien und Rumaenien könnten als Gegenwirkung eine Versöhnung Jugosla­wiens mit Bulgarien anbahnen, was die gegenwaertige Gruppierung der Staaten gründlichst aondern würde.

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