Bizalmas Értesítések 1927. január-szeptember

1927-02-07 [1471]

Bizalmas értesitések:. 1927. föbruár 7. ^ szám. W i e n , 7. Sebrüar, /Ung. Tol. Korr .-Bureau/ ^er Abend erfaohrt von einer Massgebendon Persönlichkeit in Prag folgende Darstellung der jUM^i Prager Auffassung über die ungarische Frage: Bio tschechische Regierung lii&Zk stfaeht auf dem. Standpunkt, dass derbiéit keine ungarische Regierung eigenmächtig einen Schritt unternehmen werde', der den Frieden Europas auf das ernsteste r .gefährden müsse. Die Staaten der kleinen-Bntente haben wiederholt und mit allem Nachdruck wissen lassen, dass für sie die Einsetzung eines Habsburger zum ungari­schen König ein aus^-eprochencr Kriegsgrund wäre. Gleichgültig ob der Habs­burger Otto, Albrecht oder Josef heisst. Die kleine Entente- geht in dieser Frage Hand in Hand mit den Staaten der grossen Sntento. Wenn vom ungarischar Seite in der letzten Zeit immer wiederholt werde, §ass Ungarn sich der bosondern Freundschaft Italiens zu orfreuen habe, so mag dies ja im Allge­meinen ganz richtig sein, darüber aber kann kein Zv/eifel bestehen, dass in der Ha^bsburgor-Fragc Italien vollkommen auf der Seite der Entente-Staaten steht. Man ist in Frag-r... genau darüber unterrichtet - heisst es y/oitcr,- dass sich die verantwortlichen Männer der ungarischen Regierung dieser Sachlage voll. - bewusst sind. Horthy, Bethlen und alle verantwort­lichen folitiker sind sich darüber ganz im klaren, dass im selben Augenblick ein Konflikt Ungarns mit der grossen und der kleinen Entente entstehen wür­de. Bezüglich dos Burgenlandcs und der angeblichen ungarischen Um­triebe ist man in Präger Stollen davon überzeugt ,dass in der Leitung der ..«•o.-*«.* Levente die gofanrochen Elemente, von denen $X£:.r:.:t^ violleicht unbedachte Handlungen zu erwarten wären, seit langem JÖC ausgespielt ^--.habeni Dos gilt insbesondere von der Bedrohung dos Burgenlandcs durch Ungarn. Die ungarische V»-:KJÜO, JLÄ; Grenze ist d\#nh . die Vortrogo Ein für allemal fest­gelegt worden. Es dürfe: nie und nimmer zugelassen werden, dass diese- Be­stimmungen dos Friedensvertrages gewaltsam von dem Ungarn durchbrochen worden, Hiozu bemerkt der Abend;"Bio Zuversicht der tschechischen Regie­rung bezüglich der Wühlorein in Ungarn, dio sich vor allem gegen das Burgen­land richten, können wir leider nicht teilen. Selbst wenn dio Ansicht der tschcchoslovakischon Regierung begründet ist, dass dio Führung der ungari­scon Lovonto heute in den Händen nüchtern denkenden Männer ist, selbst wenn es richtig sein sollte, dass die verschiedenen Geheimvorbände in Ungarn heute ausgespielt haben, dann ist unserer Amschauung nach doch noch inmer die grössto Vorsicht gegenüber den Leuten, dio heute in Ungarn die Macht in der Hand habon, am Platze. Wir glauben ftaher, - heisst es im Artikel weiter - , dass gerade der tschechoslovakischc Regierung dio sich in der letzton Zeit & • ©nrlich und aufrichtig bemüht hat, in ein gutes Verhält­nis mit Ungarn zu kommen, alles daran setzen muss. dass die interalliierte Militärkommission weiter in Ungarn bestehen bleibt. W i e n , 7..Februar. /UTKB/ Der Abend meldet aus Budapest, dass zehn* der Verhafteten der Vági-Partoi bereits vor sechs Tagen in den Hunger­streik getreten sind.

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