Bizalmas Értesítések 1926. március-június

1926-05-08 [1469]

Wien, 8.Mai. /Ung,Tol.-Kon,-Bureau./ Der Abend bringt einen Bericht aus Budapest über dio Erörterung der Ergebnisse des gestrigen Verhandlungstages in politischen Kreisen unter dem Titel nBie Mitschuld Bethlens an den Enoischungen wird immer klarem. Es hei33t in dem Artikel, wegen des G-rafen Paul Teleki wurde noch in der Kacht ein ausserordentlicher Kabinettsrat abgehalten, der nach Mittennacht noch an­dauerte. Demselben wurde Gráf Teleki zugezogen, ferner der Kronanwalt Timko, durch welchen Oberstaatsanwc.lt Sztrache und der Vorsitzende Töro­ky regelmaessig die Weisungen der Begiorung erhielten. Bs handlé sich darumban die Angeklagten einzuwirken, dass ^ie ihre Aussagen gegen Teleki und gegen die Regierung atschwaechen. Tatsachlich w irden die Gefangenen in der Nacht in ihren Zellen vom Staatsanwalt besucht, der mit ihnen über zwei Stunden lang Feriét, Bs werden weiters im Artikel von einer vertraulichen Beratung der oppositionellen partéién in der Nacht gesprochen, worin beschlossen wurde, schon die Ergebnisse des ersten Verhandlungstages im Parlament vorzubringen. Bs-heisst, die Opposition brachte den Verteidigern ver­schiedene Beweise zur Kenntnis, auf Grund derén die Verteidiger die wich­tigsten Zeugen, insbesondere Bethlen, Vass, den Bischof Mikes und den Abgeordneten Georg Hir ins Kreu£verhör nehmen soll. Bs liegt ein BeweÍ3 vor, heisst es im Artikel, dass im Schlosse des Grafen Mikes nach dem Aufkommen des Skandals^aber noch vor den Verhandlungen eine Beratung stattfand, an der von Windischgraetz bis zu seinem Kammerdiener und bis zum Beauftragten des Grafen Bethlen alle Angeklagten teilnahmen. Vom Abgeordneten Hir erhielt die Opposition einen unerhört wichtigen Beweis, naemlich ein stenographisches Protokoll unterzeichnet von Hir und anderen Zeugen, worin Hir crzaehlt, dass er von den Erauk­faelschungen überhaupt nur durch den G-rafen Bethlen in Kenntnis gesetzt wurde und zwar .tuf die Weise, dass Bethlen ihn zu einer Jagd nach Lokud /?/ eingeladen habe, wc der Ministerpraesident ihn und andere per­sonen über die Ziele der Frankfaol3chung vor vielen Monaten unterrichte­te. Das protokoll und der Einladungsbrief werden auf den Tiach des Ge­richtshofee gelegt werden - sohlíe3St der Abend seinen Eericht,

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