Bizalmas Értesítések 1926. február

1926-02-19 [1468]

•Wien . 19.Február./Ung.Tel,-Korr.-Bureau./ Die Arbeiterzei­tung veröffentlicht unter dem m itcl "Bethlen hat schon vor drei Jahrcn alles gewusst" eine zusammenhaeogcnde Daratellung der Aussagen Rába'3 und schreibt : Die Aussagen Rába'a cxiatieren nicht nur im parlamenter;­schen Untersuchungsausschuss ; 3ondcrn es ist darüber auch ein zweite3'Pro­tokoll bei der Staatsanwaltschaft rorhandoOiDa hier die Geheifcmhaltuog nicht so streng gehandhabt wird,3ind bereite Teile dieser Aussagen in die' Presse godrungen.Wir sind heute in der Lage,das Gestaendnis Rába's in seinen wichtigsten Teilen zusarrmenhaengend wiederztfgeben.Es folgt scdann eine laengere Schilderung mit don üntertiteln "Was Rába gestandon hat", "Über die Brief affaere«, "Über die Rolle Gömbös'«,Über Ludendorf f" .der wie Rába sagte,von allén wusste und über den Grafen Bethlen.Bs heisst darin ; Schliesslich gab^Rába mit grosser 3ntschiedonheit die Brkla^rrmg ab,Gráf Bethlen habe von allén gewuost.Windischgraetz habe Rába wieder­holt beruhigend gesagt,dass der Ministerpraesident und die Regierung von allén Kenntnis hae tten. Windischgrae tz habe Bethlen staendig über a-lle Phasen des üntemehmens auf don Laufeuden gehalten.Bezüglich des Grafen Telekig schreibt das Blatt : Wir sind in der Lage mitzuteilen,das3 in der auch von Fester Lloyd veröffentlichten 3rklaoruug Telekis der wichtig3te Punkt fehlt.Vor dem Untersuchungsaussohuss,hat;t'/ naeüilich Teleki hinzu­gé fügt, e r habe es damals im Jahre 1022 auch für notwendig gefunden,don Ministerpraesidenten zu informiercn.Das fceschah in Anwesenheit Nádosys. Und nun kommt der aufregendste Teli der ganzan Angelegenheit - schreibt die arbeiterzeitung.Bei seiner zweiten Sinvernahme vor dem Untersuchuogs­aussehuss über die iussageö ^elekis befragt,gab Gráf Bethlen ab,e3 sei richtig,dass Teleki ihm im Jahre 1922 erzaehlt habe,dass Windischgraetz beabsichtige alle pátriotisch irrcdentistischeu Vereine zusammenzufassen. Er sei sehr gegen diesen Plan gewescn,habe Nádosy rufen lassen und ihn beauftragt,diesen Plan zu verhindcra.Bei dieser Gelegenheit habe Gráf Te­leki auch erwaehnt,dass sich Windischgraetz mit der Herstellung gfeacloch­ten Geldes befasst.Dies sei ibr abenteuerisch erschienen,aber er habe Ná­dosy beauftragt,der Sache nachzugehcn und ihm zu berichten.Das geschah im . Jahare 1922. Seither habe erpf nichts mehr von der Saohe gehört und habe sie einfach vergessen.Auf die Frage,warum Bethlen bei seiner ersten Einvcr­nahmo nichts davon gesagt hat,habe Bethlen überführt nichts anderos zu sagen gewusst,als die Sache sei ihm vrllstaendig aus dem Gedaechtnis ent­schwunden gewesen.Die Arbeiterzeitung kommt zu der Schlussfolgerung,der ungarische Ministerpraesident habe seit drei Jahren von der Frankfaclschimg gewusst. . ! Wien, 19.Február./Ung.Tel.-Korr.-Bureau./ Wie der T3g aus Budapest berichtet,sind über die Selbstellung Schulze's in oppositicncl- . j len Kreisen Einzelheiten bekannt geworden,welche den Grafen Teleki aufn­schwaerste kompromittieren,insbesondere eine Aeusserung der Portierfrau Schulze's in Berlin ,.welche in der ihr vorgelegten Photographie Tele kis &xkn± mit Bestimmtheit jo« sn Mann erkannt hat,der Schulze öfters bcsucht hat.Das letzte Mai war' Teleki unmittelbar nach der Verhaftung der droi Faelscher im Haag mit Schulze zusammen und hat ihm geraten,schleunig-t zu verschwinden,was Schulze auch tat,nachdem er se iné Tocnter aus Berlin entfernt hatte.

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