Bizalmas Értesítések 1925. július-december

1925-11-24 [1466]

§ P á r i s, november 24. /'agyar Távirati Irods/ Az Humani­té berlini jelentés alapján ezt irja, hogy Bécsben a monarchia visszaálli­. tásáre irányuló összeesküvést fedeztek fel. Ottó f<5­hfcy.ocg születésnapjának megünneplésekor egy osztrák őrnagy kijelentette, hogy osztrák monarchista körökben Ottdt császárnak tekintik. Iliután Károly lemondott a trónról, fia lett Ausztria törvényes uralkodója. Wien, 25.November./Ung.Tel.-Korr.-Bureau./ Der Abend ochreibt dass seit einigon Tagén ein Sendling des jungen Albrechté Habsburg in Wien weile,der jetzt alle Hebel in Bewegung setzt,um die ungarische König3krcne an sich zu reissen.Bs ist dies der ungarische Oberst Buday,ein Freund des rassenschützlerischen Abgeordneten G-ömbös.Er hat die Aufgabe,hier die Pro­paganda für Albrecht zu organisieren.Buday erzaehlt,Albrecht Habsburg wird wenn er zum Throne gelangt,den Hámén »»König Béla V." annehmen. Sei»e Anhaat­ger wollen sich mit einem Putsch der Regierung bemaechtigen.Die National­versammlung soll auseinander gejagt werden und mit den Mitteln des ita­lienischen Pascismus die^Herrschaft im Lande errichtet werden.Wenn allos naeh ihren Wünschen verláuft,soll von G-ewalttaetigkeiten abgesehen werdon. Horthy würde keine Holló nehr apielen und duroh seine Kaltstellung hofft man das Wohlwollen de3 Auslandes zu erlangen.An Horthys Stelle soll Al­brecht zunaechst zun Palatin zu berufen und spaeter z\im König erwaehlt werden.Buday gitt zu,dass Albrecht Habsburg mit auslaendischen Kreiscn Verhandlungen hatte.Zwischen Isabelia Habsburg,als sie jühgst in Rcm woil­te und dem itálienischen H 0 fe wurde eihe Vereinbarung getreffen,derzufcIge der junge Albrecht eine Tochter des itálienischen Königs heiraten werde. Buday bestaetigt,dass Mussolini die Unterstützung der Bestrebungen Al­brechts zugesagt habe,ebonso auch,dass mit der jugoslawischen Regierung verhandelt wurde„Auch der rumaenische Professor Cuza sei ebenfalls in die Plaenen eingeweiht worden.Buday bestreitet die Verbindung der Albrechtpar­tei mit den bayerischen und preus3Í3chen Monarchisten.und aus seinen Munde hört man heute,dass auch Schager,der sich plötzlich zu einem rassen Anti­semiten entwickelte ,auf Seiten Albrechts stehe.Man hcfft auch für dicse Anstrengungen auch in ^ngland Verstaendnis zu finden.Die Brfolge der tsche chischen Kommunisten bei den Wahlen müssten in England grosse Besorgnisse hervorgerufen,so dass man in London eine fascistische Herrschaft in Ungarn nicht ungern sehen würde.Schliessiich meint Buday,dass mit dem Futschc nicht mehr lange warten könne,denn die ungarische Bauernschaft faengt be­reits an,republikanisch zu werden.Diese Besorgnisse Budays sind berechtigt denn geradedie Bauernpartei,die zu der Regierungspartei gehört,hat die ungarische Regis-rung durch ihr energisches"Auftréten zu einer Erklaerung genötigt,in der sie all^diese Plaene bestreitet.Die Redner der Bauern ha­bén sich in der Nationalversammlung ganz entschieden für die Republik aus­ge sprochen.

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