Bizalmas Értesítések 1925. július-december
1925-07-23 [1466]
i e n , 22. Juli./Ung.Tel.-Korr,-Bureau,/ .gráf Saln^der jjetzt als JTachfolger des Grafen Sternberg gelten kannjsprach gestern in einer monarchistischen Versammlung unter An&erem über die Ziele der l.to~ narchisten,wobei er, wie die Wiener Allgeineine Zeitung. schreibt, ausführte: - Wir erstreben die Monarchie nicht mit, illegalen Mitteln,nuf im Rahmen Sestehender•Staatsgesetze. Über eine natürliche Evolution wollcn wir zu unseren Zielen gelangen. Eein vernünftiger Monarchist kann darán denken,unseren Kaiser Ottó in dem Ö3terreich genannten Reichsteil Ö"der in ÜDgarn alléin,oder auch gleichzeitig in diesen ieiden. der Armee beraubten Reichsteilen, regieren und so von grosser und kleiner Entente-Gnaden eine laecherliche Rolle spielen zu lassen, - Ganz etwas anderes ist cs aber mit der Wiederkehr der -Raiserlichen Familie in die Heimat, ganz etwas anderes auch mit der Rückerstattung des ihr sohnöde geraubten Privatvermögens. Auf dieses Ziel muss nichi ,nur jeder Monarchist, sondern auch Jeder anstaendige Republikaner hinarboiten, War ftir Aufhebung widerrechtlicher Verbannung von Witwen und Waisen, für Zuriiokgabe des ihnen gefcaubten Vermögens in die Schranken geht, der dient nicht nur monarchistischer, sondera auch republikanischer Idee. - Die Staaten aber^- führte er weiter aus in denen wir lében, wollen wir nicht Nachfolgestaaten, sondorn Vorbereitungsstaaten der neucn Monarchie heissen. Erst müssen die Monarchisten aller Nachfolgestaaten den Altar neu aufrichten, der Thron wird sich dann XEH ganz von selber in aller Herrlichkeit wieder erheben, Wir müssen uns wieder darán gewöhnen,in der Kirche und nicht neben der Kirche zu lében. Ein wahrejí Christentum ohne -^assenhass muss wieder entstehon,oHne Scham^ aber auch var öf- • fentlicher Betaetigung. Schliesslich ergiesst sich der Redner in heftigei Angriffegegen den Exminister Grafen üzernin./ • Wien, 22<Juli. Von unterrichteter Seite erfahren die 31aetter : Die ungarischen Vorschlaege wurden gestern abends zur Kerantnia der österreichischen Regierung gebracht und sofőrt einer, Prüfung unterzo^en, die ergab,dass diese Vorschlaege,coweit sie österreichisches Interoasc betreffen,nicht durchführbar scheinon.österreichisoherseits wurde nunmehr ein Vorschlag ' 1 üborreicht,die eine biliige Berucksichtigung der österreichischpn Intejrresaen in Aussicht nehme,Die Verhandlungen gehen weiter./UTKB./ "