Bizalmas Értesítések 1922. szeptember-december

1922-12-12 [1459]

Gefüh3smoment,da8 gewaltig mitspielt uad Ungara die zersiiucitej u*& nad Verstümmel uag seiaes Leibes nickt vergessen l&sst.Die wicktigetea Ursachöa »iad zweife3 3.os die Divergeazea der iaaerea polifciachea Ricktuag la Uiagarn uad im Auslaade uad die Habsburg­frage.Zwisckea demokratisck orieatiertea Staatea,wie Tsokeckiea und Jugos3awiea,ia denea die Bodeaverteil.ung uageacktet der Gruadsjítzee der ^irtschaftlickkei t/der radika3stea Porm durok­gefükrt wirdm iat Ungara mit ia seiaem stark feudalem Grossgruadbesitz so ziemlich vereinsamt .Die Hauptfrage auf der aaderea Seite ist,das Gesetz vom Jakre 1920 uad der Gesetz ­artikel XLII .vom Jakre 1921,we3cker dea Tkroaver3.ust der Habsburger aussprickt uad die Dynastie von der Thronfolge aus­sciúiesst. Der Blick eraster Kreise wsadet sick wieder dem őst­ulokén Nackbarn,Rvunöaiea zu.Vor dem Abkommea von Mudaaia,ala die Krise zwischea Eag3 aad uad der'Tíirkeiakut warm die Sow­jettruppea dis bessarabische Grenze bedrokten uad die Gefabr des Ausbruckes pines Balkankonf3iktes eminent érsekien,gab es ia Ungara eiae Reike voa Po3itikern,die den Zeit für gekommea erscktete n,uru mit dea in seiaef Existenz bedrokt ersckeiaeadea RuMSnlen den Faden aazuknüpfen.Dieaer Zeitpunkt, es haudelte sick etwa xxm eine kritiache Woche,wurde versaumt „DBS Abkommea von Múlania hat die Gefahr eines Ba3kankonf3iktes und damit auoh die Bedrohung Ruxnaniens beseitigt.Be war nicht das erste Ma3 seit dem Zusammenbruch, daas zwiscben Ungara uad Gross ­rumenien die MÖg3iohkeit einer Anngheruag gesuckt wurde. Kurz nach der Ernenaung Stefan Friedricks zum Ministerprasidentea habn sich zwischea einem hockstekeaöea ungarischen Politiker der Aera Franz Josefs eineyseits und anderseits zwischea den rumanischen General Mosoiu, dem rumanischen Gesandten Miháívi und dem rumanischen Gesandt'en Diamandi in Budapest eingehende Ver­handlungen über politiache und wirtschaftliche Annilherung zwischen beiden L&ndern'atatt. Die Rumanen macht en den Vorschlag, aacxx Fried­rich, der eine imperialistische Polit ik verfolgte, aus dem Amte zu entfernen und eine der Annaherung an iiumanien geneigte Persönlich­keit an seine Stelle zu setzen. Die Vertreter der Entente widerrie­ten aber der gewaltsamen Zurückdrangung Friedricha und macht en den Vorschlag, dass die Sozialdemokrat en abermals die Regierung überneh­men und dass Friedrich durch die Sozialdemokrat en entfernt vaerde. Die erwahnte hochst ehende Person suchte im Sinne dieees Planes einen da­mals in «Vien weilenden hervorragend en Führer der ungarlandischen so ­ziald emokrat iachen Partei auf. Dieser aber erschrak, vor der Verant­wortuhg, Friedrich bli eb weiter im Amte, der ungarisch-rumöniache Annaherungsversuch war gescheiterfc, Die rumanischen Unterhandler hat­ten daraals eine vollstandige Aussöhnung mit Ungarn beabaichtigt und . "die Möglichkeit der Schaffung einer Peraonal-Union in Betracht gezogen. Seither habén die Beziehungen zwischen Ungarn und Rumanien in­folge der Verschleppung ungarischen Gut es durch die Okkupationstrup­pén, infolge der 3ehandlung der ungarischen Hinderheitén Siebenbür­gena und infolge der Ausweisung zahlreicher ungarischar Flüc-htlinge aua Grossrumanien etark gelichtet. Trotzdem ist der Gedanke einer An­naherung an iiumanien von massgebenden ungarischen Kreieen nieuals voll­kooimen fallen gelassen worden. Zwischen beiden Landern^lessensich po­litiache Affinitateh fest stellen, luch in Rumanien ist der Grossgrund­besitzer sehr etark. Vollends ist die gemeineame Gefahr von der sla­vischen Überflutung die Schnittfrage d er bei dersei tigen höheren In­terese enspharen. Im Angesichte der gemeinsamen slavischen Gefahr hat bereits Gráf Stefan Tisza die seinerzeit berühmt gewordenen Versöh­nungs-Verhandlungen mit Rumanien geführt. Das wirtschaftliche IToment jst gleichfalls von Bedeutung, denn beidé Lander > ergSnzen sich sowohl in wirt schaftlicher wie in verkehrspolitiscber Beziehung. Die of­fizielle Ausaenpolit ik beachronkt sich bereits darauf, durch wirt­schaf tliche Verhandlungen die politiache Situatlon annehmbarer zu ge­atalten. Die Ergebniaaa der tschechischen wirtachaftlichen Verhandlun­gen sind eine Frucht dieser Bemühungen. wirt schaf tsverhandlungen mit Jugoslavien stehen bevor. Freilich gilt das jug'oslavische lóaterial als spröder und schwerer zu meistern. Die Aufnahme Ungarns in den Völ­kerbund wird vom ötandpunkte des Minoritatenschutzes als ein diplo­matiecher Erfolg bewertet. Heben offiziellen auasenpolitischen Ge­sichtapunkten gehen Extratouren der inoffiziellen Kreise einher. Die der Regierung nahestehendén Erwaehenden Ungarn habén Lluaaolini anlasalich seiner iírnennung eine herzliche Gratulation gesendet und Kemal Pascha zur iiettung seines Vaterlandes unter Berufung auf die turanische iíassen­gemeinschaft beider Völker begünstigt. In der Nationalversammlung sit­zen derzeit 46 faacistische Abgeordnete, derén Führer, Stefan J.í'ried­rich, sich demnilchst nach Italien bégében wird, um dort die Organisa­tion der italienischen Fascisten kennen zu lernen. Alléin diesen Ex­tratouren kommt keine praktische Bedeutung zu. Die Tendenz der m&ssge­benden Kreiae ist und bl0^bt die Anbaiinung besserer 3ezieiiunge.ii zu Rumanien, Die Aus,spraohe des bulgár iachen Llinist ezprasi d enten Stam­buliski mit dem eerbischen Minister des Aeuesern in 3elgrad über die Möglichkeit der Zusamuenarbeit zwischen Bulgarien und Jugoslavien in den wichtigsten Balkanfragén, hat dieae Tendenz der ungarischen Kreiee nur besbarkt. ííoch freilich sind die Hindernisse gross. Die Blume des Vergessens wachat noch apürlich auf dem Grabhügel der ungarischen In­tegritaf, alléin die geiaeinsamen Interessen sind atarkerals Antipathie und Syrapathie.

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